Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Landrat Reuter für Neubau der Sporthalle Groß Schneen

Sechs Mio. Euro Landrat Reuter für Neubau der Sporthalle Groß Schneen

Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) hat sich für einen Neubau der durch Hochwasser schwer beschädigten Sporthalle Groß Schneen ausgesprochen. Der Landkreis Göttingen geht von Baukosten in Höhe von knapp sechs Millionen Euro aus.

Voriger Artikel
Neue Straße zum Weißen Haus und zur Musa in Göttingen
Nächster Artikel
Göttinger Hells-Angels-Verbot: Sicherstellungen teils rechtswidrig

Die Sporthalle Groß Schneen war im August überflutet worden.

Quelle: Pförtner/Archiv

Groß Schneen. Durch Starkregen in der Nacht vom 16. auf den 17. August war in Groß Schneen das Sockelgeschoss der Carl-Friedrich-Gauß-Schule, der angrenzenden Grundschule sowie der Dreifeldsporthalle bis zu 80 Zentimeter hoch unter Wasser gesetzt worden. Die Sockelgeschosse der beiden Schulgebäude werden inzwischen saniert, "für die 35 Jahre alte Sporthalle stellt sich jedoch die Frage, ob eine Sanierung oder ein Neubau die sinnvollste Lösung ist", teilte der Landkreis am Mittwoch mit. Nach eingehender Abwägung werde Reuter dem Kreistag daher den Neubau einer Dreifeldsporthalle empfehlen.

 

Die zum jetzigen Zeitpunkt bekannten Kosten belaufen sich nach einer ersten Schätzung demnach auf mindestens 860.000Euro nur für die Beseitigung von Schäden, also für Reinigung, Trocknung, Abdichtung, Beseitigung von Salzausblühungen und für die beschädigten Teile wie Tribünenanlage, Sporthallenboden und Geräteraumtore.

"Es verbleiben jedoch Restrisiken, wie die mikrobiologische Belastung der vom Starkregenereignis durchnässten Porenbetonaußenwände durch Schimmelpilze und Bakterien", so der Landkreis. Zudem wurden Mängel im Bereich der Bauwerksabdichtung festgestellt. Die dafür anfallenden Kosten konnten aufgrund der komplexen Lösung noch nicht abschließend ermittelt werden.

 

Neben den Sanierungskosten sind für die 35 Jahre alte Sporthalle Aufwendungen von weiteren etwa 3,6 MillionenEuro für die energetischen Instandsetzungsarbeiten an der Gebäudehülle, der technischen Gebäudeausstattung und der Modernisierung der Sanitär- und Umkleidebereiche zu veranschlagen. Mittelfristig ist von einem Sanierungsaufwand von mindestens 4,4 MillionenEuro auszugehen, damit die sanierte Sporthalle den aktuellen baulichen Standards entspricht, heißt es in der Mitteilung weiter. Präventive bauliche Maßnahmen zum Schutz gegen zukünftige vergleichbare Regenereignisse seien im Bestand aufgrund des niedrigen Höhenniveaus der Sporthalle kaum möglich.

 

Anders sähe es nach Angaben des Landkreises bei einem Neubau aus: Die Bodenplatte kann zum Schutz vor zukünftigen Starkregenereignissen auf ein höheres Niveau gesetzt werden. Auch deutlich bessere Energieverbrauchswerte sprächen für einen Neubau. In die Planungen für eine neue Halle können Anregungen für eine zeitgemäße Sporthalle mit aufgenommen werden. Dafür könnten Workshops mit Vertretern der Vereine und Schulen organisiert werden.

 

Für den Neubau wären 5,9 Millionen Euro im Haushalt 2016 einzuplanen. Der Beschlussvorschlag zu einem Neubau steht auf der Tagesordnung im Kreisausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Bauen, Planen und Energie am Montag, 2. November. Beginn ist um 15 Uhr im Sitzungssaal Burg, Bürgerstraße 64. Die endgültige Entscheidung fällt bei der Kreistagssitzung am 5. November. afu

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen