Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Landrat stellt Bürgerstiftung Bovenden Südniedersachsenprogramm vor

„Die Aufholjagd hat begonnen“ Landrat stellt Bürgerstiftung Bovenden Südniedersachsenprogramm vor

„Das Südniedersachsenprogramm – Chancen für Bovenden und den Landkreis Göttingen“: Das war der Titel eines Vortrags, den Landrat Bernhard Reuter (SPD) auf Einladung der Bürgerstiftung Bovenden am Montagabend im Bürgerhaus gehalten hat.

Voriger Artikel
Grundsteinlegung für neue PS.Halle Einbeck
Nächster Artikel
Junge Studentin in Göttingen getötet - Mordkommission ermittelt

Landrat Bernhard Reuter

Quelle: Archivbild

Bovenden. Mit dem 100-Millionen-Euro-Förderprogramm, das sich über sieben Jahre erstreckt und jeweils zur Hälfte von der EU sowie Bund, Land und Kommunen getragen wird, sollen die Kreise Göttingen, Northeim, Osterode, Goslar und Holzminden strukturell und wirtschaftlich stabilisiert werden. Eines machte Reuter deutlich: „Es geht hier um einen strategischen Ansatz. Es wird keine neue Sporthalle, keine Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses geben – dafür aber langfristige Projekte, die Wachstum erzeugen.“

 

Der Landrat, dem seine Begeisterung über das Projekt deutlich anzumerken war, berichtete davon, wie er sich in Hannover für die Fördermittel stark gemacht habe. Dort gälten die Südniedersachsen als „chronisch zerstritten“, was natürlich ein Vorurteil sei, dem jedoch ein Kern Wahrheit innewohne. Wichtig sei es daher, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, das parteipolitische Hickhack sein zu lassen und das Programm nicht zu zerreden: „Wir müssen nach außen geschlossen auftreten.“

 

Für die Umsetzung des Programms sei in Göttingen ein Büro eingerichtet worden, das bereits rund 60 Projekte erarbeitet habe, von denen sieben leuchtturmartigen Charakter aufwiesen: Eine neue Fakultät „Gesundheit und Soziales“ an der HAWK; verbesserte Mobilität, zum Beispiel internetgesteuerten, flexiblen Busverkehr; eine Einrichtung, die kleine und mittlere Betriebe bei Innovationen unterstützen soll, sowie schnelleres Internet. Weiterhin eine Fachkräfte-Initiative zur Stärkung des dualen Ausbildungssystem und der Förderung von Geringqualifizierten; die Ausbildung von Dorfmoderatoren sowie die Förderung des Abbaus von seltenen Metallen im Harz.

 

Eine Menge Ideen – und darum sei die Fördersumme von 100 Millionen auch gar nicht hoch, so Reuter: „Durchschnittlich beträgt sie pro Kreis jährlich weniger als drei Millionen.“ Er habe sich daher das Ziel gesetzt, 200 Millionen Euro zusätzlich von der EU zu bekommen. Und da der Empfängerstaat stets noch einmal die gleiche Summe dazu geben müsse, würden dann noch mal weitere 200 Millionen fließen. Insgesamt also 500 Millionen. Ziel müsse es sein, dass Südniedersachsen im Jahr 2020 Anschluss an die wettbewerbsstärksten Regionen Niedersachsens gefunden habe, so der SPD-Politiker: „Die Aufholjagd hat begonnen.“  

 

Von Hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen