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Landratswahl: SPD nominiert Bernhard Reuter

98 Prozent Landratswahl: SPD nominiert Bernhard Reuter

Großkampftag für die SPD im Unterbezirk Göttingen. Der amtierende Landrat Bernhard Reuter wurde mit 97,5 Prozent der Delegiertenstimmen als Landratskandidat für die Landratswahl am 11. September aufgestellt. In einer anschließenden Aufstellungskonferenz wurden die vielen Kreistagskandidaten gewählt.

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Die SPD nominiert Bernhard Reuter zum Landratskandidaten (Mitte). Thomas Opppermann, Reinhild Otterbein und Edeltraud Wucherpfennig (v. l.) gratulieren.

Quelle: Hinzmann

Weende. Der Göttinger Unterbezirksvorsitzende Thomas Oppermann freute sich, dass so viele Delegierte zur Aufstellungskonferenz des Landratskandidaten nach Göttingen gekommen seien. "Und ein alter Göttinger ist auch da", so begrüßte er Ministerpräsident Stephan Weil, der in Göttingen studiert hat. Es sei nie falsch, so Oppermann, jemand in der Staatskanzlei zu haben, der sich in Südniedersachsen auskenne. Und der Kandidat? "Bernhard, es ist genau fünf Jahre her, als Du das Landratsamt zurückgewonnen hast", begrüßte der Unterbezirksvorsitzende den amtierenden Landrat Bernhard Reuter.

"Flüchtlinge und Deutsche dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden."

"Um den Wohlstand zu erhalten und zu verbessern, dafür brauchten wir die Fusion - die CDU hat sich immer gegen den Fortschritt gewehrt", erinnerte Oppermann und wandte sich den großen politischen Fragen zu. Was passiert, wenn die Briten aus der Europäischen Union aussteigen? Wie geht es mit den Flüchtlingen weiter? "Wir benötigen in Deutschland eine moderne Einwanderungspolitik", forderte er, über das Integrationsgesetz der Großen Koalition sei er sehr froh und er stellte klar: "Flüchtlinge und Deutsche dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden."

Herausforderung Bevölkerungsentwicklung

"Ich bin ein bekennendes Mitglied der Fankurve von Südniedersachsen", so Weil in seiner Ansprache. "Südniedersachsen ist eine wichtige Region mit der Universität als Aushängeschild und wichtigen Unternehmen." Natürlich gebe es auch Herausforderungen in Sachen Bevölkerungsentwicklung oder wirtschaftlicher Stärke. "Zehn Jahre ist die Region nicht berücksichtigt worden", spielte Weil auf die Vorgängerregierungen an. Nun gebe es den Südniedersachsenplan, Breitband sei 2018 flächendeckend vorhanden, der Gesundheitscampus und das Zusammenspiel zwischen Wirtschaft und Universität werde durch den "Südniedersachsen Innovationscampus" vorangetrieben. Und dann gab es noch etwas Werbung für Reuter. "Du tust dem Landkreis und Südniedersachsen gut", so Weil, der auch betonte, dass Solidarität und Sicherheit die Säulen der SPD bei der Flüchtlingspolitik seien. "Ob Integrationspolitik funktioniert, das entscheidet sich auf der kommunalen Ebene", so Weil, dankte den vielen freiwilligen Helfern in diesem Bereich.

"Ein Profi, der Motor der Fusion, in beiden Landkreisen fest verankert, er kann mit Geld umgehen und sozialdemokratische Politik umsetzen", so fasste Oppermann dann noch einmal das Wirken des Kandidaten Reuter zusammen, bevor der ans Mikrophon schritt. "Das Wichtigste: Der neue Landkreis ist stark und gesund" sagte Reuter. Es gäbe keine Defizite, keine Kassenkredite und auch der Haushalt 2017 werde ausgeglichen sein, so der amtierende Landrat, der verspricht, dass "es durch die Fusion keine Abstriche der Dienstleistungen für die Menschen gibt. Diese Kreisfusion ist ein Erfolgsmodell." Aber: "Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechtsextreme und -populisten Unruhe stiften." Standing Ovation für seine Ausführungen und ein Traumergebnis für Reuter: Von den 121 Delegierten stimmten 118 für Reuter (97,52 Prozent) als Landratskandidat für den zum 1. November mit Osterode fusionierten Landkreis Göttingen. Die drei Gegenstimmen waren Nebensache. "Ich nehme die Wahl natürlich an und danke für das überwältigende Vertrauen", freute sich Reuter.

Von Frank Beckenbach

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