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Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit Gedenkfeier in Friedland

„Ein Gewinn für das Land“ Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit Gedenkfeier in Friedland

Friedland. „Die Not von Menschen auf der Flucht ist derzeit das alles beherrschende Thema“, leitete Lilli Bischoff, Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen, die Gedenkfeier der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in der St.-Norbert-Kirche ein. Währenddessen feierten auf der Straße Demonstranten gegen Rechts und Flüchtlinge ein Willkommensfest.

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Demonstration gegen Rechts in Friedland

Quelle: PH

Das Schicksal von Flüchtlingen stand am Sonntag im Mittelpunkt der Aktiviäten rund um das Grenzudurchgangslager – Zentrum für Integration – in Friedland.

Draußen freuten sich die derzeitigen Lagerbewohner über die Demonstration gegen Rechts, in der Kirche erinnerte Bischoff an die eigene Flucht: „Wie wir damals aus Russland angekommen sind, kommen auch heute Tausende in der Hoffnung auf ein friedliches Leben“, sagte die Landesgruppenvorsitzende der Russlanddeutschen.

Die zentrale Gedenkfeier der Landsmannschaft unter dem Titel „Erinnerung bewahren, neue Heimat mitgestalten: 250 Jahre russlanddeutsche Geschichte“ mit Chormusik und anschließender Kranzniederlegung war aus dem Grenzdurchgangslager in die Heimkehrer-Gedächtniskirche St. Norbert verlegt worden.

Deren Sitzreihen waren nahezu vollständig besetzt. Bischoff appellierte an die angereisten Mitglieder, den heutigen Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten zu helfen „wie man uns geholfen hat“.

Dafür dankte ihr Bernd Busemann (CDU), Präsident des Niedersächsischen Landtages. Der Politiker bezog auch in Hinblick auf die vom Arminius-Bund geplante und vom Landkreis verbotene Versammlung in Friedland Stellung zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, „wir brauchen hier keine Radikalen, die ihr politisches Süppchen kochen“.

Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung erinnerte an die Bedeutung des Grenzdurchgangslagers, dass sieben Jahrzehnte lang „der Inbegriff für Freiheit, Hoffnung und Neubeginn“ gewesen sei.

Auch heute noch kämen jährlich 5600 Spätaussiedler über Friedland in die Bundesrepublik – „ein Gewinn für unser Land“, sagte Rundt, „ihre Aufnahme war eine Investition für die Zukunft“.

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