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Langfinger schlagen seltener zu

Wenige Anzeigen wegen Taschendiebstahl auf dem Weihnachtsmarkt Langfinger schlagen seltener zu

"Seien Sie bei dichtem Gedränge besonders aufmerksam und musstrauisch, Sie dürfen das!" Mit diesem Appell hat die Polizei bereits zu Beginn der Weihnachtszeit vor Taschendieben in der Innenstadt gewarnt. Offensichtlich mit Erfolg: Die Diebstahlszahlen sind rückläufig.

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Quelle: dpa

Göttingen. Dichtes Gedränge, hoher Geräuschpegel, starke Ablenkung - auf Weihnachtsmärkten haben Langfinger Hochsaison. Sie suchen Körperkontakt, bieten ungefragt Hilfe an, beschmutzen scheinbar zufällig die Kleidung ihrer Opfer, verwickeln sie in Gespräche. Erst später bemerkt der Bestohlene, dass die Handtaschen, die Geldbörse oder das Smartphone fehlt. Der Aufruf zur Aufmerksamkeit scheint in Göttingen Früchte zu tragen. 2015 wurden in der Zeit von Ende November bis Ende Dezember 13 Taschendiebstähle angezeigt. In diesem Jahr bewege sich die Zahl im einstelligen Bereich, erklärte Jacqueline Emmermann, Koordinatorin des Präventionsteams bei der Göttinger Polizei. Eine Analyse der bisherigen Fälle habe ergeben, dass es sich um den "Diebstahl-Klassiker" gehandelt habe: die gestohlene Geldbörse aus der Tasche, dem Kinderwagen oder sogar dem unverschlossen abgestellten Fahrzeug.

Mögliche Ursache für die geringen Fallzahlen könnte auch die erhöhte Präsenz der Polizei sein. Nicht erst seit dem Attentat von Berlin patroiliierten Streifen über das Areal rund um das Alte Rathaus und die Johanniskirche. Diese würden gezielt potenzielle Opfer ansprechen, um auf das Risiko hinzuweisen. Informationen zum Thema Diebstahlprävention liegen außerdem in Form von Flyern an den Buden aus und hätten natürlich auch außerhalb der Saison Gültigkeit, so Eckermann. Wichtige Hinweise: Wertgegenstände immer nah am Körper in verschließbaren Taschen - Achtung Gesäßtaschen sind nicht sicher. Rücksäcke, Handtaschen und Jacken niemals unbeaufsichtigt lassen. Nicht zu viel Bargeld und niemals die PIN für Kredit- und Bankkarten dabeihaben.

Weitere Tipps unter www.polizei-praevention.de/aktuelles/gefahr-auf-dem-weihnachtsmarkt.html

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