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Lateinamerikanischer Kulturabend in Göttingen begeistert Publikum

„Utopia Y Realidad“ Lateinamerikanischer Kulturabend in Göttingen begeistert Publikum

Viva América: Mitglieder des Vereins „AméricArte“ haben am Sonnabend das Foyer der Zentralmensa in ein pulsierendes, flimmerndes Stück Südamerika verwandelt. In traditioneller Kleidung präsentierten sie Tänze und Musik ihres jeweiligen Heimatlandes – die rund 350 Zuschauer waren begeistert.

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Mitglieder des Vereins „AméricArte“ im Foyer der Göttinger Zentralmensa

Quelle: HR

Göttingen. Ihre Taschentücher wie Lassos schwingend, umkreisen sich der Senor und die Senorita, während sie den Cueca-Tanz vorführen. Da kommen Hedwig Dohlen die Tränen: „Ich habe neun Jahre in Chile gelebt“, berichtet sie, „dort wurde genauso getanzt – das weckt Erinnerungen, da kommen die Emotionen hoch.“  

 

Emotional war der ganze Abend, der unter dem Motto „América, Utopia Y Realidad“ stand. Die Tänzer und Musiker gaben alles, das Publikum ging frenetisch mit. Sowohl beim Anakonda-Tanz, bei dem die in Ozelot-Fell gewandeten jungen Mädchen ihrer Heimat, dem Regenwald, ihren Respekt bekundeten, als auch beim Los Novios-Balztanz aus Nicaragua sowie beim argentinischen Gitarrenstück „Cambia Todo Cambia“ (Es ändert sich alles).

 

Darüber, dass zwischendurch mal die Tonanlage nicht so gut funktionierte, sahen die Darsteller mit „lateinamerikanischer Gelassenheit“ (AméricArte-Vorsitzende Patricia Hernândez) lächelnd hinweg. Und als der Ton ganz ausblieb, setzte sich Miguel aus Peru mit der gleichen Gelassenheit an die Trommel und legte spontan einen mitreißenden Wirbel hin – das Publikum feierte. Und stärkte sich anschließend mit Empanadas (Teigtaschen) sowie Tamales (Maisfladen), welche die Verkäuferinnen erst aus einem großen grünen Blatt wickelten, bevor sie sie servierten.

 

„Wir wollen den Menschen die Kultur und die Traditionen unser Heimat näherbringen“, erläuterte Hernândez. Er sei noch nie in Südamerika gewesen und spreche kein Spanisch, sagte unterdessen ein älterer Besucher, aber zu diesem Abend fiele ihm doch ein Wort ein: „Caramba!“ hr

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