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„Lebendiger Adventskalender“ schweißt Günterser zusammen

Punsch in der Werkstatt „Lebendiger Adventskalender“ schweißt Günterser zusammen

In Rainer Drägers Dorfladen hängt ein Adventskalender. Wer eine der 24 Türchen öffnet, erhält allerdings kein Schokoladenstückchen. Stattdessen trägt er seinen Namen und seine Adresse ein.

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 Lebendiger Adventskalender in Güntersen: bei Familie Timmermann gibt es Punsch und Würstchen.

Quelle: Heller

Güntersen. Und zwar, um an dem betreffenden Datum sein Zuhause den anderen Dorfbewohnern zu öffnen, sie hereinzubitten und gemeinsam mit ihnen zu feiern. „Lebendiger Adventskalender“ nennt sich die Aktion, die vor drei Jahren im Rahmen des Programms „Dorf mit Zukunft“ entwickelt wurde. 

Jetzt haben die Günterser in der Werkstatt des Bauernhofs von Familie Timmermann – Ernst-August und Elisabeth, Sohn Henning und Schwiegertochter Astrid sowie die drei Enkel Sophie (9), Clara (7) und Ida (elf Monate) – gefeiert. Es gab heißen Punsch, mit und ohne Alkohol, darüber hinaus Wiener Würstchen. Rund 70 Dorfbewohner kamen und verbrachten einen schönen, geselligen Abend miteinander.

Für die Gastgeber sei es überhaupt nicht notwendig, einen großen Aufwand zu betreiben, betonte Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (Grüne). „Etwas zu trinken sowie eine Kleinigkeit zu essen anbieten, ein bisschen Musik spielen lassen – das reicht“, so der Orsbürgermeister. Es gehe eben nicht darum, im großen Stil zu feiern, sondern sich zu treffen und auszutauschen, „auch über die Dinge, die übers Jahr vielleicht liegengeblieben sind“.

Die Günterser treffen sich sowohl bei Privatleuten als auch bei Vereinen. Jede Zusammenkunft hat ihre eigene Form: Während Heiko und Birgit Schäfer Schmalzbrote servierten, wurden in der Pferdescheune von Frank und Ortrud Scholle-Spalke Lieder zur Gitarre gesungen. Bei der Feuerwehr gab es Bihunsuppe und ein Saxofon-Solo von Milena Trampenau, während im Kindergarten gemeinsam gesungen wurde und die Mädchen und Jungen Gedichte vortrugen.

Die Abende schweißten die Güntersener zusammen, sagt Dorfbewohnerin Kathrin Wieters und findet es toll, „dass Leute erscheinen, von denen man das nicht unbedingt erwartet hätte.“

Von Hauke Rudolph

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