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Leeres Haus am Wall unbewohnbar

Fachwerkhaus Leeres Haus am Wall unbewohnbar

Während die Stadt Göttingen händeringend bezahlbaren Wohnraum für Flüchtlinge, Studenten und Geringverdiener sucht, steht eines ihrer Häuser leer: ein altes Fachwerkhaus an der Ecke Bürgerstraße/Gartenstraße. Der Haken: Es ist nach Angaben der Verwaltung schon lange unbewohnbar.

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Während die Stadt Göttingen händeringend bezahlbaren Wohnraum für Flüchtlinge, Studenten und Geringverdiener sucht, steht eines ihrer Häuser leer: ein altes Fachwerkhaus an der Ecke Bürgerstraße/Gartenstraße.

Quelle: Hartwig

Göttingen. Unscheinbar und reichlich verfallen steht das Haus in bevorzugter Lage direkt am Wall. „Ein Schandfleck“, klagt Tageblatt-Leser Peter Gruel. „Ein Sahnestück“, kommentiert ein Investor, der nach eigenen Angaben schon mehrfach als potentieller Käufer bei der Stadt nachgefragt hat – ohne Erfolg, wie er sagt.

Die Stadt ist seit 2008 Eigentümerin des Grundstückes und Hauses, bestätigt ihr Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Seit 1863 habe das Gebäude auf dem Gelände des damaligen Baugeschäftes Rathekamp und Söhne als Scheune gedient. 1875 sei diese zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut worden – mit etwa 160 Quadratmeter Wohnfläche. Ein zusätzlicher Schuppen auf dem 511 Quadratmeter großen Gelände habe eine Grundfläche von knapp 80 Quadratmetern.

Schon beim Kauf 2008 sei eine Nutzung des Hauses nicht geplant gewesen, so Johannson - „es war und ist nicht mehr bewohnbar“. Es stehe auch nicht unter Denkmalschutz. „Wir sind bereit, es zu verkaufen, Interessenten gibt es“, bestätigte der Sprecher. Die Stadt wolle aber vorher „die Rahmenbedingungen für eine künftige Bebauung und Nutzung dort festlegen“. Ein entsprechendes Konzept zur sogenannten städtebaulichen Entwicklung sei in Arbeit. Dabei gehe es auch um einen breiteren Radweg vor dem Grundstück, das dann verkleinert werden müsste.

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