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Leerstände in Göttingen: Verbraucherzentrale und Bank ziehen ein

Bioburger statt Buchladen Leerstände in Göttingen: Verbraucherzentrale und Bank ziehen ein

Es tut sich etwas in der Göttinger Innenstadt: Einige der leer stehende Geschäfte werden demnächst neue Mieter haben. „Schritt für Schritt geht es voran“, sagt Veronika Frels, Maklerin für Gewerbeimmobilie in Göttingen.

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Eine Zählung der Göttinger Wirtschaftsförderungsgesellschaft (GWG) hatte ergeben, dass 19 Geschäfte in der Innenstadt geschlossen sind.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Eine Zählung der Göttinger Wirtschaftsförderungsgesellschaft (GWG) hatte ergeben, dass 19 Geschäfte in der Innenstadt geschlossen sind.

Das hatte GWG-Chefin Ursula Haufe Anfang März mitgeteilt. Die GWG kam zu dem Ergebnis, dass 15 Läden in der City leer stehen, geschlossen sind oder zur Vermietung angeboten werden. Dazu kamen  zwei ungenutzte Geschäfte in Gebäuden, die umgebaut werden, und zwei geschlossene Läden aus anderen Gründen. Fünf Jahre zuvor waren es 18 Läden.

„Man muss bei den Leerständen zwischen strukturellem und temporären Leerstand unterscheiden“, sagt Frederike Breyer von Pro-City. Viele der Geschäfte, die im Vorbeigehen wie ein Leerstand wirken, seien bereits weiter vermietet.

Das bestätigt auch Frels. In den vergangenen Wochen sind einige der temporären Leerstände wieder neu vermietet worden. „In das ehemalige Bertelsmann-Geschäft in der Jüdenstraße zieht demnächst ein Biomarkt ein, in dem es auch Bioburger geben wird“, sagt sie. Auch in der Barfüßer Straße tut sich etwas: Dort zieht in die Santander-Bank in ein zurzeit leerstehendes Ladenlokal.

Die Göttinger Verbraucherzentrale wird aus dem ersten Stock eines Hauses am Papendiek in ein leer stehende Geschäft in der nördlichen Jüdenstraße umziehen. Ebenfalls in der Barfüßer Straße vergrößere sich laut Frels ein Goldgeschäft, was wiederum einen Leerstand beseitige. Gleiches gelte für den Messerladen in der Johannisstraße, auch der sei bereits wieder vermietet.

Die Maklerin bestätigt, dass es immer wieder Anfragen, nicht nur für die eins-A-Lagen sondern auch für die B-Lagen in Göttingen gebe. „Wir haben auch einige Anfragen von Göttinger Geschäftsinhabern, die sich verändern wollen“, sagt sie. Manchmal entstehe der Eindruck, das ein Geschäft lange leer steht, auch wenn es bereits vermietet ist.

Sei ein Umbau nötig, benötige das Verfahren manchmal einfach etwas länger. Vor allem in den Seitenstraßen östlich der Fußgängerzonen sei eigentlich fast immer ein neuer Mieter im Gespräch. Auch in der Nikolaistraße, im Papendiek oder an der Kurzen Straße gebe es einzelne Leerstände. „Das Sorgenkind“, so die Maklerin, sei aber die untere Groner Straße.

Generell sei die Göttinger Innenstadt mit ihren vielen inhabergeführten Geschäften für die Ansiedlung neuen Einzelhandels aber weiterhin interessant. „Ich sehe das sehr positiv“, sagt sie.

Breyer erhofft sich für das „Sorgenkind“ Groner Straße eine Belebung durch den geplanten städtebaulichen Umbau. „Auch der Hotelneubau am Groner Tor wird sicher wird wichtige Impulse für diesen Bereich liefern“, sagt die Pro-City-Geschäftführerin. Auch sie verzeichnet insgesamt eine „Aufwärtstimmung“.

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