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Lehrer müssen arbeiten

Schulfrei nach Eisregen Lehrer müssen arbeiten

Leere Busse, leere Klassen und kalte Mensa-Küchen – in den Kreisen Göttingen und Northeim inklusive Kreisstadt hatten die Schüler gestern einen guten Start nach den kurzen Zeugnisferien: mit Schulfrei. Weil die Straßen vereist und von Schneewehen überdeckt waren, hatten die Kreisverwaltungen für alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen Unterrichtsausfall angeordnet. Das sprach sich nach Radioansagen und einem Hinweis im Tageblatt schnell rum: Nur wenige Schüler stapften am Morgen in die Schule.

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Aushang mit großer Wirkung: Hinweis auf den schulfreien Tag an der Tür zur Erich-Kästner-Schule.

"Ich werd‘ gleich wieder abgeholt, das ist toll“, erklärt ein Zweitklässler, warum er kurz nach 8 Uhr in voller Montur und mit Ranzen auf dem Rücken vor der Godehardschule in der Grätzelstraße steht. In der Schule sind alle Klassen leer, etwa zwölf Kinder beschäftigen sich unter Anleitung im Computerraum. „Wir betreuen natürlich alle, die gekommen sind und zuhause nicht versorgt werden können“, versichert Schulleiterin Carla Koch. Das sind zum Beispiel in Lenglern 19 Kinder. Andere, wie die Erich-Kästner-Schule im Groner Altdorf und nahezu alle weiterführenden Schulen, sind ganz leer. Nur die Lehrer und Betreuungskräfte halten die Stellung. Sie überarbeiten die neuen Stundenpläne für das zweite Halbjahr, halten spontan überfällige Fachkonferenzen oder räumen Fachräume auf. „Es gibt immer etwas zu tun“, sagt Karin Oesterhelt und arbeitet mit ihren Kollegen weiter an der Stundentafel der Heinrich-Heine-Schule.

Das Kultusministerium hat im Erlass zum „Unterrichtsausfall bei besonderen Wetterbedingungen“ geregelt, wann und von wem Schulen geschlossen werden dürfen. Die Entscheidung trifft der Landrat, weil der Landkreis für die Schülerbeförderung zuständig ist. Er richtet sich nach Gefahrenmeldungen von Feuerwehr und Katastrophenschutz. Die Schulen werden per Fax informiert. Ob das auch heute so sein wird, war gestern Abend noch offen.

Von Ulrich Schubert

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Tief Miriam brachte zwar nicht allzuviel Neuschnee, aber der Winter hat die Region noch im Griff. Nach den Schneeverwehungen am Dienstagabend waren am Mittwoch noch einige Straßen im Landkreis wegen umgeknickter Bäume durch zuviel Schneelast für den Verkehr gesperrt.

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