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Leinenzwang ab 1. April

Zum Schutz Leinenzwang ab 1. April

Die „Märzhasen“ sind schon geboren, Bodenbrüter haben ihre Gelege angefertigt, und Rehkitze erblicken bald das Licht der Welt. Für Hunde heißt das: Leinenzwang. Während der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli müssen Hundehalter ihre Vierbeiner außerhalb geschlossener Ortschaften anleinen.

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Ab dem 1. April gilt wegen der Brut- und Setzzeit bis Mitte Juli Leinenzwang für Hunde.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Den Jungtieren sollte der Start ins Leben nicht zusätzlich erschwert werden“, fordert Kreisjägermeister Alfred Ballhausen und bittet alle Naturfreunde m erhöhte Rücksichtnahme beim Spaziergang in Wald und Flur. Von freilaufenden Hunden gehe in dieser Zeit eine besondere Gefahr für neugeborene Wildtiere aus, da beispielsweise Hasen- und Rehmütter ihre Jungen tagsüber häufig alleine lassen.

Keine Absicht

„Sie machen das, weil ihnen ihre Kinder bei Gefahr nicht folgen können, wenn es ein Räuber auf die Mutter abgesehen hat“, erklärt Ballhausen. Da die Kleinen nahezu geruchlos sind, seien sie für natürliche Fressfeinde dennoch fast unauffindbar. Kommt ein Hund, der sich weit von seinem Herrchen entfernt hat, einem Gelege nahe, kann er die Tierbabys aber stören und schädigen. „Viele Hundebesitzer merken das gar nicht, ihnen ist keine Absicht zu unterstellen“, sagt Ballhausen.

Auf keinen Fall sollten Spaziergänger scheinbar verlassene Jungtiere anfassen oder gar mitnehmen. Das Jungwild nimmt bei Kontakt umgehend Menschengeruch an und wird später von der zurückkehrenden Mutter verstoßen.

Für viele Hunde sei es kein Problem, angeleint durch die Wildnis zu tollen. „Allerdings ist es für ganzjährig freilaufende Hunde am Anfang schon eine Umstellung“, weiß Ballhausen. Dennoch bittet der Brochthäuser um Verständnis: „Es wäre ein großer Erfolg, wenn durch diese zusätzliche Regelung ein paar Jungtiere mehr gerettet werden können.“

Nicht übertreiben

Bei Zuwiderhandlung gegen die Anleinpflicht drohen empfindliche Bußgelder bis zu 5000 Euro. „Man sollte aber nicht übertreiben und auf Konfrontationskurs gehen“, mahnt Ballhausen zur Ruhe. „Wir Jäger sprechen immer erst freundlich mit den Hundehaltern, wenn ein Verstoß gemeldet wird. 90 Prozent sind einsichtig“, betont der 67-Jährige.

Die Anleinpflicht besteht überall außerhalb geschlossener Ortschaften. Der mehrwöchige Leinenzwang beruht auf dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung. Der Schutz während der Brut- und Setzzeit gilt auch für nicht-jagdbare Tiere.

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