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Leistungssteigerung im Landkreis möglich

Wasserkraft Leistungssteigerung im Landkreis möglich

Durch Modernisierung und Reaktivierung von Wasserkraftanlagen kann die umweltfreundliche Stromerzeugung von derzeit rund 590 Kilowatt um mehr als 50 Prozent auf künftig 930 Kilowatt gesteigert werden.

Für den Fall der Realisierung von zwei geplanten Anlagen mit je 750 Kilowatt eines privaten Investors aus Kassel an Stauanlagen der Fulda erhöht sich der Anteil auf 2430 Kilowatt.

Das ist das Ergebnis einer Bestandsaufnahme zur Nutzung der Wasserkraft im Landkreis Göttingen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises (WRG) und der Eon Mitte AG. Die Studie war Ende 2009 vom WRG-Aufsichtsratsvorsitzenden, Landrat Reinhard Schermann (CDU), als Kooperationsprojekt in Auftrag gegeben worden.

Mit den Leistungen des Werra-Kraftwerks Letzter Heller von 2610 Kilowatt kann der Untersuchung zufolge eine Gesamtleistung von rund 5040 Kilowatt im Landkreis erzeugt werden. Damit würde der Anteil der Wasserkraft am Stromverbrauch von rund 1,4 auf etwa 2,1 Prozent gesteigert. Bei acht von 20 in Betrieb befindlichen Anlagen erscheint eine Leistungssteigerung im Umfang von 140 Kilowatt möglich.
Durch Wiederinbetriebnahme von elf Wasserkraftanlagen könnte eine Leistung von 200 Kilowatt erwartet werden. An der ehemaligen Blumer Mühle direkt unterhalb der historischen Werrabrücke in Hann. Münden ist noch in diesem Jahr eine Reaktivierung durch einen privaten Investor geplant. Voraussetzungen zum Bau und Betrieb liegen vor.

In einem weiteren Schritt sollte nach zusätzlichen Standorten gesucht werden, um alle wirtschaftlich interessanten und ökologisch vertretbaren Möglichkeiten auszuschöpfen, so Schermann. Weitere Optimierungsmöglichkeiten sollten untersucht werden. Kontakt zur Technischen Universität Braunschweig werde aufgenommen.

49 aktive und ehemalige Wasserkraftanlagen wurden für die Studie untersucht. Die WRG will den Besitzern, beziehungsweise den Inhabern der Staurechte, die Daten zur Verfügung stellen und ein Beratungsangebot unterbreiten. Nach dem Wasserhaushaltsgesetz müssen alle Wasserkraftanlagen künftig einen bestimmten ökologischen Standard erreichen, was auch zu Leistungsverlusten bei den Wasserkraftanlagen führen kann.

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