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Lesbische Frauen diskutieren in Göttingen über Probleme bei Familienplanung

Was muss sich in Niedersachsen ändern? Lesbische Frauen diskutieren in Göttingen über Probleme bei Familienplanung

Lesbisch leben in Niedersachsen – oder schwul, als Trans- oder Intersexueller –, ist das möglich ohne Diskriminierung? Derzeit noch nicht. Das sagen die Erfahrungen Betroffener, und das weist eine Umfrage aus, auch wenn sie noch nicht ganz ausgewertet ist, die im vergangenen Herbst das Land Niedersachsen unter homosexuell orientierten Menschen gestartet hat.

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Quelle: dpa

Göttingen. Dass sich das ändert, ist aber erklärtes Ziel der Landesregierung, und deshalb wird jetzt an so genannten Zukunftstischen mit Betroffenen erarbeitet, was sich dafür ändern müsste im Land.

Einer dieser Zukunftstische, 13 werden es insgesamt, verteilt auf alle großen Städte des Landes, fand am Wochenende in der Volkshochschule Göttingen zusammen. Um lesbisches Leben ging es. Ein knappes Dutzend Frauen berichteten. Die Ergebnisse und Vorschläge wird Kirsten Plötz, Geschäftsführerin von Lesbisch in Niedersachsen, einem queeren Netzwerke (QNN), in einen Bericht an die Landesregierung zusammenfassen. Fünf lesbische Zukunftstische, fünf für Schwule, zwei für Trans- und einen für Intersexuelle werden bis Mitte Mai vom Sozialministerium organisiert und finanziert.

Auch wenn die Ergebnisse erst im Bericht stehen, soviel ist schon klar: Die Probleme bei der Gründung einer Familie sind für homosexuelle Frauen am größten. Gleichgeschlechtliche Partnerschaft, Empfängnis eines Kindes durch anonyme Samenspende, Adoption durch den gleichgeschlechtlichen Partner – viele Hürden sind zu nehmen. Und es komme auch darauf an, so Plötz, wie sich jeweils die Jugendämter verhalten. Noch sei die Gesetzeslage schlecht geregelt, und auch der Niedersächsische Ärztebund sei konservativ, wenn es um künstliche Befruchtung von Partnern gleichgeschlechtlicher Beziehungen geht. Was das Land da ändern könne und wie es Einfluss auf Bundesgesetze nehmen könnte, wird an den Zukunftstischen diskutiert.

Positiv überrascht, so Plötz, habe in Göttingen die große Bereitschaft und Initiative, hier ein queeres Zentrum zu schaffen. Mit bescheidenen Mitteln, so die QNN-Geschäftsführerin, könne das Land aus einem 2014 geschaffenen Fördertopf zum Abbau von Diskriminierungen Homosexueller daran vielleicht mithelfen.

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