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Lesensart-Filiale in Göttingen schließt

Sechs Mitarbeiter betroffen Lesensart-Filiale in Göttingen schließt

Die Lesensart-Filiale (ehemals Weltbild) an der Groner Straße wird am Mittwoch, 12. August, offenbar geschlossen. Das sagte Olaf Keith, Sprecher des Gesamtbetriebsrates von Lesensart, am Dienstag auf Anfrage. Sechs Mitarbeiter sind demnach von der Schließung betroffen.

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Wird am Mittwoch geräumt: Die Lesensart-Filiale (ehemals Weltbild) an der Groner Straße in Göttingen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das Unternehmen Lesensart Rüdiger Wenk GmbH hatte im Juli Insolvenz angemeldet, sechs Monate nach der Übernahme von 67 Weltbild-Filialen. In den vergangenen Wochen waren sukzessive zahlreiche Filialen in Deutschland geschlossen worden. Dass die Filiale in Göttingen am Mittwoch geräumt werden müsse, habe Weltbild über den Insolvenzverwalter von Lesensart, den Betriebswirt Ulrich Zerrath aus Recklinghausen, mitteilen lassen, erklärte Keith.

„Welche Gründe es für die Entscheidung von Weltbild gibt, das wissen wir nicht.“ Das Augsburger Unternehmen sei Mieter des Göttinger Ladens. Weltbild war bis Dienstagabend für eine Stellungnahme gegenüber dem Tageblatt nicht zu erreichen.

Die sechs Göttinger Mitarbeiter seien freigestellt worden, erhielten aber weiterhin ihre Bezüge, sagte Keith. „Sie sind über das Insolvenzgeld abgesichert.“ Die Firma Lesensart werde das Geschäft am Mittwoch „ordnungsgemäß abräumen“ und „die Ware sichern“. Die Ware werde entweder eingelagert oder auf andere Filialen verteilt. Das leere Ladenlokal werde dann an Weltbild übergeben. Kunden, die in der Göttinger Lesensart-Filiale gekaufte Ware umtauschen wollten, könnten das in jeder anderen Lesensart-Buchhandlung  tun, erklärte der Betriebsratssprecher.

Die Göttinger Filiale habe eigentlich schon vor einigen Tagen geschlossen werden sollen, sagte eine Mitarbeiterin. Das sei dann aber „innerhalb von Stunden“ wieder zurückgenommen worden.

Auf der Internetseite von Lesensart wurde die Göttinger Filiale am Dienstag schon nicht mehr aufgelistet. Das Unternehmen selbst wollte sich zu der Schließung nicht weiter äußern. Ein Mitarbeiter verwies auf Insolvenzverwalter Zerrath. Dieser war am Dienstag für eine Stellungnahme allerdings nicht zu erreichen.

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