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Lesser verärgert über Diskussion zum Kletterpark am Hohen Hagen

„Populistische Ignoranz“ Lesser verärgert über Diskussion zum Kletterpark am Hohen Hagen

Schon während der Sitzung des Ausschusses für Tourismus der Stadt Dransfeld war Bernd Lesser, Campingplatzbetreiber und Freier Wähler im Gremium, verärgert. Jetzt hat er in einem offenen Brief nachgelegt. „Warum wird hier immer nur künstlich nach Problemen gesucht?“, fragt er.

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Der geplante Rutsch- und Kletterpark am Hohen Hagen

Quelle: Lawrence/Archiv

Dransfeld. Grund sind die während der Diskussion um den geplanten Rutsch- und Kletterpark am Hohen Hagen geäußerten Bedenken, was die Verfahrenskosten angeht. So schlägt das erforderliche Fledermausgutachten mit etwa 8300 Euro zu Buche. Und auch falls eine Änderung der Bauleitplanung erforderlich würde, kämen Kosten von bis zu 48 000 Euro auf die Kommune zu. Zuletzt hatte sich der Verwaltungsausschuss der Stadt zwar grundsätzlich positiv zum Vorhaben geäußert. Allerdings knüpften die Kommunalpolitiker ihren 50-prozentigen Anteil an der Finanzierung des Fledermausgutachtens an die Bedingung, dass die andere Hälfte vom Investor und oder der Samtgemeinde übernommen werde. Erst wenn dieser „Kofinanzierungsanteil“ aufgebracht werde, soll die Untersuchung in Auftrag gegeben werden.

Bernd Lesser, der im vorigen Jahr den Kontakt zu dem potenziellen Investor für den Rutsch- und Kletterpark hergestellt hatte, richtet in seinem offenen Brief seine Kritik vor allem gegen die Grünen. Schon der vor einigen Jahren angedachte Geocachingpfad, „der bereits zu 90 Prozent finanziert war“, so Lesser, sei gescheitert. „So viel Kraft und Lust wird unnötig dabei verbraucht, gegen derartige populistische Ignoranz zu kämpfen“, schreibt Lesser. Jetzt solle der Investor ein Gutachten zur Hälfte bezahlen, ohne zu wissen, ob das Projekt am Ende eine Mehrheit findet. Nach Auffassung Lessers, müsse sich die Politik endlich entscheiden: „Möchten wir Dransfelder Bürger in unserer unmittelbaren Nähe Touristen und einen funktionierenden Gaußturm haben, der für die Stadt ein Wahrzeichen ist und bleibt?“

Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) hält das Projekt Rutsch- und Kletterpark für ein aus touristischer Sicht sinnvolles Projekt, sagte er gegenüber dem Tageblatt, das die Attraktivität des Gaußturms steigern würde. Über die Kofinanzierung des Fledermausgutachtens werde der Samtgemeindeausschusses am 13. April beraten. Unterdessen, so wurde am Mittwoch, 18. März, im Rat der Stadt Dransfeld bekannt, hätten Dransfelder Gewerbetreibende ihre Bereitschaft signalisiert, sich an den Kosten für die Fledermausuntersuchung zu beteiligen.

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