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Lieber gute Freunde als gute Vorsätze

Lieber gute Freunde als gute Vorsätze

Der Wätzold macht sich's aber auch wieder schwer. Kaum ist das neue Jahr am Start, hantiert er wieder mit "guten Vorsätzen".

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Stellv. Chefredakteur des Tageblatts: Christoph Oppermann.

Quelle: PH

Ehrlich gesagt: Ich hatte auch welche formuliert. Die ungezügelte Subvention der Tabakindustrie beispielsweise sollte auf den Prüfstand. Mehr Langmut und Gelassenheit wollte ich mir verordnen im Umgang mit "besorgten Bürgern", die zu geringen Wahrheitsgehalt im Tagesgeschäft der Lokalpresse für erwiesen und systemimmanent halten und diesen Blödsinn immer wieder ventilieren. Mehr Geduld, wenn Antworten auf meine Fragen auf sich warten lassen.

Aber: Ich habe gute Freunde, die mich Donnerstag vor dem Schlimmsten bewahrt haben. Zwei lebenskluge Männer. Einer schickte ein Foto von Sly Stallone mit dem Hinweis "Silvester steht vor der Tür", was dem Jahreswechsel noch bei Tageslicht den Rest falscher Rührseligkeit nahm. Vom anderen kam die strenge, gleichwohl hochkluge Ermahnung "Vorsätze überwinden". Das war schnell gemacht. Und gründlich. Also bleibe ich ein besorgter Journalist, der sorgfältig beobachtet, was die selbsternannte neue "besorgt-bürgerliche Mitte" an Blödsinn verzapft und werde darauf reagieren. Nur mit noch mehr Dampf. Und noch mehr Lust am Spott. Wenn ich mir doch einen klitzekleinen guten Vorsatz für 2016 erhalten will, dann diesen: Lieber auf Freunde hören als an Vorsätze halten.

Frohes neues Jahr wünscht

Christoph Oppermann

Sie erreichen den Autor unter c.oppermann@goettinger-tageblatt.de und auf Twitter unter @tooppermann

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Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016