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Linke, Jusos und Verdi unterstützen Göttinger DGB-Haus-Besetzer

"Schlicht Notwehr" Linke, Jusos und Verdi unterstützen Göttinger DGB-Haus-Besetzer

Nach der Ratsfraktion der Grünen haben auch der Kreisverband Göttingen / Osterode, die Göttinger Jusos und die Gewerkschaft Verdi die Besetzung des seit Jahren leerstehenden, ehemaligen DGB-Haus in der Oberen-Masch-Straße 10 begrüßt.

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Quelle: Hinzmann/Archiv

Göttingen. Aktivisten verschiedener linker Gruppierungen haben das Haus in der Göttinger Innenstadt seit Donnerstag besetzt.

Für die Linke ist die Besetzung genau das richtige Zeichen. Sie sei kein Verbrechen, "sondern in dieser Situation schlicht Notwehr". Die Besetzer fordern, dass das ehemalige Gewerkschaftsgebäude zu einem Wohnhaus umgebaut wird, um dort Geflüchtete und andere Wohnungssuchende unterbringen zu können. "Es kann nicht sein, dass Gebäude leer stehen, während sich Geflüchtete in mehrfach überbelegten Massenunterkünften unter unwürdigen Bedingungen stapeln", heißt es in einer Mitteilung des Kreisverbandes. Studierende, Geringverdiener und Rentner fänden ebenfalls seit Jahren kaum mehr bezahlbaren Wohnraum.

 

„Leerstand ist in Göttingen nicht zu rechtfertigen, wenn gleichzeitig hunderte Flüchtlinge in Turnhallen untergebracht werden sollen", sagte Silke Hansmann, Vorsitzende des Juso-Unterbezirks. "Wir fordern, dass mit den Besetzerinnen Verhandlungen über die Fortnutzung des Gebäudes geführt werden. Von polizeilichen Maßnahmen ist abzusehen." Und Sören Buchholz, Mitglied im Juso-Stadtverbandsvorstand, ergänzte: "Wir erwarten auch von der Stadt, dass sie unterstützend tätig wird und das entstehende Projekt fördert."

 

"Angesichts der aktuellen Engpässe bei der Unterbringung von Geflüchteten und zum Beispiel Studierenden unterstützt Verdi  ausdrücklich die Forderung, auch diese Immobilie als Wohnraum zur Verfügung zu stellen und begrüßt die Besetzung als starkes Signal", heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

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