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Linke wollen Schwimmen für alle ermöglichen

Göttingen Linke wollen Schwimmen für alle ermöglichen

Einen Sozialtarif für Erwachsene mit wenig Geld, die die Göttinger Schwimmbäder nutzen wollen, fordert die Göttinger Linke (Gö-Linke) im Rat der Stadt. Ihr Vorschlag: Bezieher von Sozialleistungen und „ähnlich schlecht gestellte Menschen“ sollen nur den halben Eintrittspreis zahlen.

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Spaß im Freibad am Brauweg: Die Linken fordern auch hier Ermäßigungen.

Quelle: dpa

Göttingen. Schwimmen sei ein wichtiger Beitrag zur Gesunderhaltung des Körpers und auch ein soziales Ereignis, heißt es in einem Antrag der Gö-Linken, den die Fraktion kommende Woche im Rat vorstellen will. Vor diesem Hintergrund müsse es allen Menschen ermöglicht werden, das ganze Jahr über regelmäßig ein öffentliches Schwimmbad aufzusuchen.

Viele seien davon ausgeschlossen, weil sie arbeitslos, mittellos und für ihren Lebensunterhalt auf Sozialleistungen angewiesen sind. Selbst Inhaber der Göttinger Sozialcard mit Vergünstigungen für sportliche und kulturelle Veranstaltungen seien nur begrenzt in der Lage, für eine Schwimmstunde im Badeparadies 3,90 Euro zu zahlen. Alleinstehende bedürftige Erwachsene nach Sozialgesetzbuch würden zwar Geld für Freizeitaktionen bekommen, das aber reiche mit 4,06 Euro für alle „Eintrittsgelder, Nutzungsentgelte beim Besuch von Sport- und Freizeitveranstaltungen beziehungsweise -einrichtungen“ nicht aus.

Der Antrag der Gö-Linken zielt ausdrücklich auf Erwachsene, denn für Kinder und Jugendliche gibt es bereits Ermäßigungen in den Bädern der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH: Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr haben in Begleitung ihrer Eltern freien Eintritt, bis zum 18. Lebensjahr zahlen sie für eine Stunde 2,20 Euro. Das gilt auch für Schüler und Studenten bis 30 und Behinderte. Der normale Eintrittspreis für alle Erwachsenen beträgt 3,90 Euro.

In den Freibädern zahlen Besucher 3,50 Euro, ermäßigt 2,20 Euro. Auch für Kinder aus Harz-IV-Familien gebe es ermäßigte Eintrittpreise, erklärte am Dienstag GöSF-Geschäftsführer Alexander Frey. Den dadurch entstehenden Einnahmeverlust stelle der Eigenbtrieb aber der Stadt in Rechnung. „Wir sind ein defizitärer Betrieb“, sagte Frey. Wenn der Rat weitere Ermäßigungen wolle, müsse die Stadt diese tragen.

In ihrem Antrag beziehen sich die Linken auch auf die Göttinger Sozialcard. Sie sei „ein gutes Instrument“, sagt die Rats-SPD, müsse aber überarbeitet werden. Auch über ihren Antrag diskutiert der Rat während seiner nächsten Sitzung am Freitag, 18. August, ab 18 Uhr im Neuen Rathaus. Weitere Themen: der Wohnungsbedarf in Göttingen, ein Name für die „Neue IGS Göttingen“, Elektromobilität und eine Parkoursportanlage.

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