Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / -2 ° Regenschauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Lob für Razzia beim "Freundeskreis"

Grüne Jugend: "Bedrohliche Enthemmung" beim FKTN Lob für Razzia beim "Freundeskreis"

Als Reaktion auf die Razzien gegen den "Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen" (FKTN), bei denen am Dienstagmorgen sechs Wohnungen im Landkreis Göttingen und im benachbarten Thüringen durchsucht wurden, zeigte sich die Grüne Jugend erfreut über den Polizeieinsatz.

Voriger Artikel
Gehölzschnittverbot gilt ab 1. März
Nächster Artikel
Mehr Sicherheit für Radfahrer in Elliehausen

Bei der Razzia sichergestellte Waffen.

Quelle: ots

Göttingen. Das konsequente Durchgreifen sei nach den Übergriffen auf Antifaschisten und kommunale Mandatsträger überfällig gewesen. In den vergangenen Monaten habe eine bedrohliche Enthemmung auf Seiten des FKTN stattgefunden. Es sei ein wichtiges Signal, dass den Neonazis jetzt klare Grenzen aufgezeigt würden, so ein Sprecher der Grünen Jugend weiter. Vor diesem Hintergrund erwarte man, dass Konsequenzen hinsichtlich des vom "FKTN" angemeldeten Naziaufmarschs am 1. April in Göttingen gezogen würden. "Neonazis, gegen die wegen der Bildung von bewaffneten Gruppen ermittelt wird, dürfen auf keinen Fall durch Göttingen marschieren."

Sowohl der Freundeskreis als auch das Göttinger Bündnis gegen Rechts haben am 1. April Versammlungen und Demonstrationen auf dem Göttinger Bahnhofsvorplatz angemeldet. Ersterer plant einen Marsch mit Zwischenkundgebungen vom Bahnhof über Berliner Straße, Groner Landstraße, Bahnhofsallee, Maschmühlenweg und Weender Landstraße zurück zur Berliner Straße. Angemeldet sind 50 Teilnehmer. Über die Genehmigung ist in der Stadtverwaltung noch keine Entscheidung gefällt worden, so Stadtsprecher Detlef Johannson.

"Freundeskreis"-Chef Jens Wilke, dessen Haus ebenfalls durchsucht wurde, wies unterdessen die Vorwürfe gegen ihn und seine Organisation als "lächerlich" zurück. Die Haltlosigkeit der Beschuldigungen werde sich möglicherweise in einem Gerichtsverfahren erweisen. Bereits am Tag der Durchsuchung habe er sein beschlagnahmtes Mobiltelefon zurückerhalten. Letzteres bestätigte Julia Huhnold, Sprecherin der Polizei, auf Nachfrage. Das bedeute allerdings nicht, dass die Ermittlungen an dieser Stelle bereits beendet seien.

ms/hein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
„Spuren hinterlassen“ im Künstlerhaus in Göttingen