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Logistikzentrum Göttingen: 1,85 Millionen Euro für weitere Erschließung

Entscheidung Logistikzentrum Göttingen: 1,85 Millionen Euro für weitere Erschließung

 Eilig will die Stadt Göttingen noch in diesem Frühjahr 1,85 Millionen Euro für eine neue Straße, Kanäle und Erdverschiebungen in ihrem umstrittenen Güterverkehrszentrum (GVZ) am Siekanger in Grone investieren.

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Erst erschließen, dann verkaufen: die freie Fläche im GVZ III am Siekanger in Grone.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Damit will sie sich einen Zuschuss des Landes Niedersachsen in Höhe von mindestens 600 000 Euro sichern. Und sie hofft, die Fläche dann besser verkaufen zu können.

Schon mehrfach hätten Interessenten zurückgezogen, weil das Gelände an der Bahntrasse südwestlich des Leineberges noch nicht erschlossen ist, erklärte die Verwaltung am Dienstag im Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Rates. CDU und Linke protestierten. Sie beklagen, dass die Stadt immer mehr Geld für das GVZ III ausgebe, bevor tatsächlich ein Käufer gefunden ist.

Seit 2011 versucht die Stadt über ihre Wirtschaftsförderungsgesellschaft GWG das Gelände als drittes Güterverkehrszentrum zu vermarkten. 15 000 Quadratmeter sind inzwischen bebaut. Jetzt stehen noch 130 000 Quadratmeter zur Verfügung. Sie könnten als Gesamtfläche oder in Teilen verkauft werden, erklärte im Ausschuss die Verwaltung.

Vorab Straße und Kanäle bauen

Um bei Bedarf spontan reagieren zu können, soll die GWG im Auftrag der Stadt vorab eine Straße und Kanäle bauen. Und sie soll das abschüssige Gelände begradigen. Die Investition beträgt laut Verwaltung 1,85 Millionen Euro. Über Kredite tatsächlich finanzieren müsse die Stadt aber nur 1,25 Millionen Euro. Denn überraschend habe das Land zum Jahreswechsel 600 000 Euro Zuschuss bewilligt.

Dieser Betrag könne noch auf 925 000 Euro steigen. Der erste Haken: Um das Geld zu bekommen, müsse die Erschließung im Mai abgeschlossen sein, darum die Eile. Der zweite Haken: Um den zusätzlichen Kredit aufzufangen, will die Verwaltung bei Straßenreparaturen sparen. Im Etatplan für 2015 sind dafür zurzeit gut sieben Millionen Euro vorgesehen.

Das passt vor allem der CDU gar nicht. Und sie wirft der Verwaltung vor, die zusätzlichen Ausgaben bei den vorbereitenden Beschlüssen vor vier Jahren verschleiert zu haben. Ebenso wie die Linke fürchtet sie auch, dass die Stadt viel Geld investiere, ohne sicher zu wissen, ob und zu welchen Konditionen  die Fläche tatsächlich verkauft wird.

Mitglieder von SPD und Grünen werteten die Ausgabe als Investition in die Zukunft. Sie erhöhe die Chance auf eine Vermarktung – auch mit Blick auf Konkurrenzflächen in Bovenden und Kassel. Der Beschluss fiel mehrheitlich. CDU und Linke enthielten sich bei der Abstimmung.

Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Fassung dieses Beitrags hieß es, auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums stünden noch 17 000 Quadratmeter zur Verfügung. Tatsächlich sind jedoch noch 130 000 Quadratmeter frei. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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