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MGZ in Adelebsen bietet Schülern Lernförderung

Keine Angst mehr vor Mathe MGZ in Adelebsen bietet Schülern Lernförderung

Die Mathe-Arbeit steht an. Doch Sophia kann das nicht schrecken: „ich habe ein gutes Gefühl“.  Das hat auch ihre Betreuerin Ortrud Neise. „Sophia lernt gerne“, lobt sie die Viertklässlerin.

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Teilnehmer haben sichtlich Spaß an der Lernförderung. – und beim gemeinsamen Essen.

Quelle: Theodoro da Silva

Adelebsen. Sophia gehört zu den zwölf Kindern und Jugendlichen, die im Mehrgenerationenzentrum (MGZ) Lernförderung erhalten.

Viermal die Woche kommen sie um 13 Uhr in den Kirchweg 8, wo sie zunächst ein vom Alma-Louisenstift zubereitetes Mittagessen einnehmen und sich anschließend bis um 15 Uhr mit ihren Betreuern an den Schreibtisch setzen. Sie üben Lesen, Schreiben und Rechnen, erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben und bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten.

Und zwar häufig in Form von Einzelförderung, weil immer mehr Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten zu kämpfen haben und sich nicht mehr konzentrieren können, wie Betreuer Hartmut Koch berichtet: „das war vor zehn Jahren, als das Lernförderungs-Projekt startete, ein viel geringeres Problem.“      

Neben der Lernförderung findet im MGZ auch eine Betreuung junger Migranten statt. Für manche von ihnen ist der Schulbesuch besonders schwierig, weil sie kein oder nur wenig Deutsch sprechen und einige noch nicht einmal die lateinische Schrift kennen, zum Beispiel die vier Brüder Deza (6), Manuel (11), Denis (15) und Velja (16), die in ihrer serbischen Heimat das kyrillische Alphabet gelernt haben.

Kein Problem mit der deutschen Sprache hat dagegen Sukhreen Kaur aus Indien, weil sie schon eine ganze Weile hier lebt. Die Zweitklässlerin spricht sogar drei Sprachen, nämlich – neben Deutsch – noch Hindi und Englisch. Ihr einziges Problem: manchmal gibt es zum Mittag Spinat, und den mag die Siebenjährige überhaupt nicht: „Pizza und Pommes schmecken besser.“   

Betreuerin zu sein, strenge an, sagt Heide Kowallek, mache aber auch Spaß: „Vor allem dann, wenn man merkt, dass von den Kindern etwas zurückkommt.“ Die 68-Jährige wünscht sich zusätzliche Räumlichkeiten: „wir haben einfach nicht genug Platz.“ Hartmut Koch hofft unterdessen, „dass die Mitglieder des Rats mal bei uns vorbeischauen“. 

Von Hauke Rudolph 

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