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Magier Martin Lübcke auf HG-Bühne

International erfolgreich Magier Martin Lübcke auf HG-Bühne

Er ist echter Göttinger: hier geboren und hier aufgewachsen. Er hat schon als Kind für Magie und Showbiz geschwärmt: als Enkel des legendären „Kino-Krause“, einst Besitzer des Sterntheaters. Heute ist Martin Lübcke international erfolgreicher Magier.

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Martin Lübcke zaubert überall, fürs Tageblatt auch mit Sekt in der Göttinger Fußgängerzone.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. An diesem Freitag zaubert er am Hainberg-Gymnasium, seiner alten Schule.

Pack die Karten weg

„Ja, das ist schon ein sehr besonderer Auftritt“, räumt Lübcke ein. „Ich freue mich unglaublich darauf, bin aber ganz schön aufgeregt.“ Verwandte, Bekannte „und vielleicht auch alte Freunde“ werden seine Show in der Aula des Hainberg-Gymnasiums (HG) sehen. Das feiert 150-jähriges Bestehen, und der Geismaraner Lübcke hat „viele emotionale Erinnerungen“ an seine alte Schule: an „viele tolle Lehrer und eine tolle Gemeinschaft“, an Basketball und Kicken in den Pausen „und Kartenspielen unterm Tisch“. „Es gab keinen Morgen, an dem der Lehrer nach der Begrüßung nicht gesagt hat‚ Martin, pack‘ die Karten weg‘“.

Er hat sie nicht weggepackt und weitergespielt - unermüdlich und mit Erfolg: 2008 wurde Lübcke „durch das Training am HG“ Deutscher Meister der Kartenmagie, belegte ein Jahr später Platz zehn bei der Zauberweltmeisterschaft in Peking und füllt große Säle in Europa und in den USA.

Dass der 34-Jährige zwischendurch auch „eine ordentliche Ausbildung“ zum Tischler gemacht hat, „kommt mir und der Zauberei heute sehr zugute“. Viele Requisiten baue er selbst. Zaubereien mit Karten gehören nach wie vor zu seiner Show, aber längst auch ganz andere magische Tricks. Seine bisher „ganz eigene und besondere“ Illusion auf der Bühne: eine Karte mit der Unterschrift eines Zuschauers, die plötzlich eingefroren in einem Eisblock steckt - viele Meter entfernt.

Mit vier die ersten Tricks

Als er sieben Jahre alt war, hat Lübcke den Magier David Copperfield fliegen gesehen - „da war klar, dass ich auch zaubern wollte“. Seinen ersten richtigen öffentlichen Auftritt hatte er mit 18 Jahren zum 25. Geburtstag seines Kindergartens in Geismar: „Das war genauso aufregend wie jetzt der HG-Auftritt.“

Zauberei mit Karten hat Wahl-Berliner Lübcke schon viel früher von seinem Opa gelernt: „Als ich vier oder fünf Jahre alt war, hat er mir mit meiner Oma Skat beigebracht und die ersten Tricks.“ Aber auch weit darüber hinaus spielte Kurt Krause „eine sehr große Rolle“ für Lübckes Weg in die Zauberei: durch seine ungewöhnliche Ausstrahlung und sein Engagement für „sein“ Kino - das 2011 geschlossene Sterntheater in der Sternstraße. Eine Göttinger Institution, der Lübcke noch immer nachtrauert.

60 Jahre Sterntheater

Das Göttinger Sterntheater: wurde 1949 in der umgebauten Reithalle der Wörthkaserne an der Sternstraße von Joachim Bernau gegründet – mit 960 Sitzplätzen das größte Lichtspielhaus in der Stadt. Sechs Jahre später übergab er das Kino an Kurt Krause, seit 1951 bereits Inhaber des Kronen-Kinos.

Zu seinen Premieren kamen Stars wie Heinz Rühmann, Marika Rökk und Klaus Kinski, zu Konzerten Zarah Leander und Udo Jürgens. 1986 zog sich „Kino-Krause“ zurück, es folgten mehrere Mieter. 2011 kam das Ende: Stern und Sternchen wurden endgültig geschlossen. us

Dort lernte er die Welt des Kinos kennen und erste Varietés. Dort hatte er selbst mehrere Auftritte und organisierte zum Abschluss mit Kollegen noch eine Varieté-Zauberschau im großen Kinosaal „Stern“.

Die Zauberschau im Hainberg-Gymnasium, Friedländer Weg 19, beginnt am Freitag, 27. Mai, um 18 Uhr. Da die Aula-Plätze bereits ausgebucht sind, wird sie auf Leinwände in weiteren Räumen übertragen.

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