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Maisernte für Biogasanlage Rosdorf beginnt

2500 Transporte geplant Maisernte für Biogasanlage Rosdorf beginnt

Die Bauern erwarten sehr gute Erträge, die Anwohner befürchten Lärm und verschmutzte Straßen: Am Freitag, 3. Oktober, beginnt die Maisernte für die große Biogasanlage in Rosdorf. Jan Hampe, Geschäftsführer der Biogas Göttingen GmbH und des Maschinenrings, erwartet wegen des guten Wetterverlaufs eine Gesamterntemenge von 40 000 Tonnen Mais-Silage.

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Schweres Gerät drückt Silageberg an der Biogasanlage Rosdorf fest: Ab Freitag fahren tausende Transporte zur Anlage und zurück auf die Maisfelder in der Region.

Quelle: Hinzmann

Göttingen/Rosdorf. Das sind rund 10 000 Tonnen mehr als im vergangenen Jahr.

Damit wird sich auch die Zahl der Transporte erhöhen. Hampe rechnet mit rund 2500 Fahrten hin zur Biogasanlage und 2500 Fahrten zurück auf die Felder – eine Belastungsprobe vor allem für die Bewohner der Ortschaften, durch die die schweren Schlepper mit ihren voll beladenen Anhängern fahren werden – und zwar mindestens 14 Tage lang, täglich von 6 bis 22 Uhr.

„Die Belastung ist da, aber wir versuchen sie, so gering wie möglich zu halten“, sagt Hampe.

Daher habe es im Vorfeld Gespräche mit Vertretern der betroffenen Gemeinden und der Polizei gegeben. Die Fahrer der Schlepper seien angewiesen worden, in allen Ortschaften maximal Tempo 20 zu fahren, erklärt Hampe. Zudem wurden Transportrouten festgelegt.

Spezielle Reinigungsgeräte

So sollen die Schlepper beispielsweise mit vollem Anhänger durch Obernjesa fahren, zurück dann durch Niedernjesa. Gegen den Schmutz auf den Straßen werde man spezielle Reinigungsgeräte einsetzen.

Erstmals werden Transporte auch durch die Stadt Göttingen führen, sagt Hampe, weil auch in der Gemarkung Weende Mais für die Biogasanlage geerntet wird. Die anderen Flächen, insgesamt sind es rund 700 Hektar, liegen in den Gemeinden Rosdorf und Friedland, im Westen von Gleichen und am Rande des Stadtgebiets, zum Beispiel bei Groß Ellershausen und Hetjershausen.

In Teilen des Landkreises hatte die Maisernte bereits vor einigen Tagen begonnen. Der Maisanbau im gesamten Landkreis liege bei etwa sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche, sagt Achim Hübner, Geschäftsführer vom Landvolk.

Ernte-Verkehr
Tipps der Polizei

Wegen der Maisernte mahnt die Polizei Autofahrer zu besonderer Vorsicht. Jörg Arnecke, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Göttingen, gibt Tipps:

  • Im Einmündungsbereich von Feldwegen ist mit verschmutzten Fahrbahnen und im weiteren Streckenverlauf mit verlorenem Erntegut zu rechnen.
  • Nässe kann verschmutze Fahrbahnen in gefährliche Rutschbahnen verwandeln.
  • Nicht unüberlegt langsam fahrende Ernte- und Transportfahrzeuge überholen. Nicht deren Größe, Länge und Breite sowie Ausscherradius unterschätzen. Zudem sind diese Gespanne gerade in den Morgen- oder Abendstunden häufig schlecht zu erkennen.
  • Wildschweinrotten, die in den Maisfeldern lebten, leiden unter dem sogenannten „Ernteschock“, da ihr Lebensraum abgeerntet wurde. Autofahrer sollten also mit vermehrtem Wildwechsel in den nächsten beiden Wochen rechnen.

Den Landwirten und Transportfahrzeug-Fahrern rät Arnecke zudem, auch am Tag das Licht einzuschalten und die Ladung vernünftig zu sichern.

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Anlagen-Lieferverkehr

In der Regel beginnt die Maisernte erst im Oktober, in diesem Jahr aber bereits früher. „Schon in dieser Woche geht der Ernteverkehr los“, bestätigte am Sonntag Landvolk-Geschäftsführer Achim Hübner: „Wir geben uns Mühe, die Behinderungen für den Verkehr und die Bürger so gering wie möglich zu halten.“

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