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Maisernte im Landkreis Göttingen hat begonnen

Schlepper zum Transport im Einsatz Maisernte im Landkreis Göttingen hat begonnen

Im Landkreis Göttingen haben die Landwirte mit der Maisernte begonnen. So fuhren am Montag die ersten Häcksler bei Duderstadt und Rollshausen auf die Felder, um die Ernte für die Biogasanlagen in Duderstadt und Gieboldehausen einzubringen.

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Maisernte bei Rollshausen mit schwerem Gerät.

Quelle: Richter

Göttingen. Nach den Rekorderträgen im vorigen Jahr rechnen die Landwirte dieses Jahr mit lang anhaltender Trockenheit in der ersten Jahreshälfte nur mit einer durchschnittlichen Erntemenge. 

Bei den Maispflanzen stockte zwischenzeitlich das Höhenwachstum.

Insbesondere zu den Biogasanlagen sind zeitweise Schlepper mit beladenen Hängern im Minutentakt unterwegs. Die Biogasanlage in Duderstadt, die auch das benachbarte Ottobock-Unternehmen mit Strom, Wärme und Kälte beliefert, wird voraussichtlich mit rund 15 000 Tonnen gehäckselten Maispflanzen beliefert.

Die Flächen – rund 300 Hektar – liegen in einem Radius von rund sechs Kilometern um die Anlage. „Die Ernte ist nicht so gut“, sagte Hans-Hermann Haase. Der Anlagenbetreiber rechnet mit etwa 50 Tonnen je Hektar, im vorigen Jahr waren es 60 Tonnen. Haase organisiert die Ernte über ein Lohnunternehmen, die zwei Häcksler einsetzen.

Tonnenweise Silage für die Biogasanlagen in der Region. © Richter

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Begonnen wurde wegen des guten Wetters mit Schlägen neben Straßen.Bei schlechtem Wetter kann es zu verschmutzten Fahrbahnen kommen. Haase rechnet mit insgesamt zehn Tagen, bis die Maisernte auf dem Anlagengelände liegt.

Die Duderstädter Anlage wird von 14 Landwirten beliefert. Neben Mais werden die Fermenter auch mit 40 Prozent Mist, Ganzpflanzensilage und Gras sowie Rüben gefüttert.

Die Maisernte für die Gieboldehäuser Biogasanlage soll innerhalb von vier Tagen abgeschlossen sein. Sieben Landwirte, die Gesellschafter der Betreiber-Gesellschaft, werden rund 5500 Tonnen liefern. „Wir wissen noch nicht genau, wie die Qualität ausfällt“, sagte Geschäftsführer Mario Sommer.

Je nach Wetterlage und Reife der Maispflanzen starten die meisten anderen Biogasanlagen zum Monatswechsel mit der Ernte. Neben den Biogasanlagen nutzen auch Betriebe mit Rindviehhaltung silierten Mais als Futter. Der Maisanbau im Landkreis liegt dem Landvolkverband zufolge derzeit bei rund sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

40 000 Tonnen in 20 Tagen

40 000 Tonnen Mais-Silage, 4000 Touren: Der Maschinenring Göttingen beginnt mit der Maisernte für die große Biogasanlage in Rosdorf am Montag, 5. Oktober. „Wir haben dafür etwa 20 Tage veranschlagt, je nach Witterung“, sagt Jan Hampe, Geschäftsführer der Biogas Göttingen GmbH und des Maschinenrings. Die Schlepper werden demnach jeden Tag von 6 bis etwa 22 Uhr im Einsatz sein, auch an Sonntagen.

Um die Belastung für die umliegenden Dörfer so gering wie möglich zu halten, habe der Maschinenring in Absprache mit den betroffenen Gemeinden Friedland, Rosdorf und Gleichen sowie der Polizei wieder bestimmte Transportrouten festgelegt, erklärt Hampe. So sollen die Schlepper beispielsweise mit vollem Anhänger durch Obernjesa fahren, zurück dann durch Niedernjesa. Z

usätzlich habe man die Fahrer schriftlich angewiesen, langsam durch die Ortschaften zu fahren, betont Hampe. Der Ort Friedland werde wegen des überfüllten Grenzdurchgangslagers in diesem Jahr nicht durchfahren, um Unfälle zu vermeiden. Dafür müssten die Transporte voll und leer durch Groß Schneen geführt werden. Sollte es erforderlich sein, werde der Maschinenring die Straßen regelmäßig reinigen lassen, sagt Hampe.

Von Gerald Kräft und Andreas Fuhrmann

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