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Marktgespräch in Göttingen: Sommerhitze und kurze Hosen

Eine Frage der Länge Marktgespräch in Göttingen: Sommerhitze und kurze Hosen

Es ist heiß. Für viele ist der Sommer die schönste Jahreszeit. Die Hosen werden kürzer, die Funktions-Sandeln in den Fußgängerzonen häufiger, T-Shirts knapper und Badelatschen auch außerhalb des Freibades allgegenwärtig. Das wiederum finden nicht alle Göttinger erfreulich

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Absolutes "No-Go": Männer in kurzen Hosen und Sandalen

Quelle: dpa

Göttingen. Über die perfekte Kleidung bei bei Temperatuten jenseits der 30-Grad-Marke lässt ich streiten. Die einen finden, kurze Hosen haben im öffentlichen Raum nichts zu suchen, den anderen ist es schlicht egal, hauptsache Mann hat es bequem. Hat der Dresscode in  Zeiten schlammfarbener Dreiviertel-Cargohosen und handtuchbreiter Strechtminis hitzefrei?

In der Sparkasse Göttingen tragen die männlichen Mitarbeiter natürlich lange Hose. „Ein Kurzärmliges Hemd ist bei Hitze aber in Ordnung“, sagt Sparkassen-Sprecher Frank Sickora. Auch die Krawatte darf jendeseits der 30-Grad-Marke im Büro einmal abgelegt werden.

„Ich trage gerade selber keine“, sagt er. Einen echten Dresscode gebe es in seinem hause nicht. Wer bei der Sparkasse arbeitet,  kenne den ungeschriebenen Dresscoe des Finanzgewerbes.

Ganz anders im Kulturbüro des Studetenwerks: „Büro und Büro ist schon ein Unterschied“, sagt Horst Reinert. Im Kulturbüro seien bei solchem Wetter T-Shirt und Shorts „geradezu Pflicht“, sagt er und fügt lachend hinzu: „Hauptsache schwarz.“. Ohne Tattoo sei man nur ein halber Mensch, findet der 61-jährige Heavy-Metal-Fan.  In einer Sache sind sich Reinert und Sickora einig: Sandalen gehen natürlich gar nicht. Egal in welcher Farbe.

Und wie denken die Göttinger auf der Straße darüber?
Gerd Lüpke aus Weende findet luftige Kleidung im Büro völlig in Ordnung. „Es muss ja nicht gleich salopp sein, wenn man am Schalter bei der Bank steht.“

Hermann Heinz-Reinholt kann sich dieser Meinung nur anschließen. „Es ist auch eine Frage des Typs,“ sagt der Göttinger.

Doch wie bewertet der Profi die Lage? Olaf Abraham berät in Stilfragen schon seit Jahren die Göttinger: „Es steht und fällt mit der Frage des Publikumsverkehrs“, sagt der Schneidermeister. Wer nur am PC arbeite da sei es egal. Dort könne man in T-Shirt und kurzer Hose arbeiten. „Ansonsten entscheidet der Chef. Doch wo Publikumsverkehr ist, finde ich es unmöglich,“ so der Herrenausstatter.

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