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Marktumfrage Göttingen - Ausschluss russischer Leichtathleten

Olympische Spiele Marktumfrage Göttingen - Ausschluss russischer Leichtathleten

 

Marktumfrage: Sollen alle russischen Sportler von den Olympischen Spielen ausgeschlossen werden? Der McLaren-Report zeigt es eindeutig: Russische Sportler haben systematisch gedopt, und zwar mit Segen des Staates. Jetzt stellt sich die Frage, ob nur des Dopings überführte oder alle russischen Sportler von den Olympischen Spielen in Rio ausgeschlossen werden sollen. Die Göttinger sind geteilter Meinung. 

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Quelle: dpa

Göttingen. „Alle“,  sagt Günter Wroblewski (64) kategorisch, denn das Doping sei in Russland so systematisch betrieben worden, dass es dort kaum einen sauberen Olympia-Athleten gebe. Doping müsse konsequent verfolgt werden, so der Rentner weiter: „Entweder ein sauberer oder gar kein Sport.“

Günter Wroblewski

Günter Wroblewski

Quelle: Rudolph
Marcus Billing (28) dagegen möchte nur diejenigen Sportler ausgeschlossen sehen, die auch tatsächlich überführt werden. Wobei der Biologie-Student glaubt, dass es auch dann einige erwischt, die eigentlich unschuldig sind, „weil ihnen Mittel verabreicht werden, ohne dass sie es wissen“.
Ob es bei Olympischen Spielen überhaupt noch sportliche Spitzenleistungen gibt, die ohne Doping zustande gekommen sind, fragt sich Mark Kubat (25) und schlägt vor, in Zukunft zwei Kategorien zu bilden: „Eine für diejenigen Sportler, die offiziell gedopt sind, die andere für alle Nicht-Gedopten.“ Dass russische Sportler in Rio teilnehmen dürfen, glaubt der VWL-Student nicht: „Da kann Putin noch so viel Druck machen.“

Dass Putin Druck machen wird, glaubt Matthias von Saldern (62) auch – und zwar so viel Druck, dass IOC-Chef Thomas Bach einknicken werde und die russischen Sportler in Rio starten dürfen. Eine Freigabe von Doping lehnt der Pädagogik-Professor ab, fordert stattdessen noch strengere Kontrollen: „Schließlich sind die Mittel gesundheitsschädlich.“

Matthias von Saldern

Matthias von Saldern

Quelle: Rudolph

„Es wird eine windelweiche Lösung geben“, glaubt Barbara Piper (68), „die Russen werden durchsetzen, dass einige ihrer Sportler teilnehmen dürfen." Die Rentnerin fordert schärfere Überwachungsmaßnahmen für Länder wie Äthiopien und lobt die Kontrollen in Deutschland: „Ich glaube schon, dass sie strikter sind als in den meisten anderen Ländern.“

Barbara Pieper

Barbara Pieper

Quelle: Rudolph

Hin- und hergerissen fühlt sich Mareike Peters. Einerseits wünscht sich die BWL-Studentin, dass dem staatlichen Doping in Russland ein Riegel vorgeschoben wird, andererseits findet sie, dass es falsch wäre, nicht-gedopte Athleten für etwas zu bestrafen, was sie nicht getan haben. Die 25-Jährige glaubt, dass spätestens, wenn die Medaillengewinner auf ihren Podesten stehen und die Nationalhymnen erklingen, „die meisten Menschen das Doping-Problem vergessen haben und nur noch an Sport denken“.

Mareike Peters

Mareike Peters

Quelle: Rudolph
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