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Göttingen noch nicht im EM-Fieber

Marktumfrage Göttingen noch nicht im EM-Fieber

Deutschland gegen Italien - ein Gigantengipfel steigt im Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft. Das EM-Fieber in Göttingen hat aber noch Steigerungspotenzial.

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EM-Fans beim Public Viewing in Hamburg. In Göttingen scheint das EM-Fieber noch nicht wirklich angekommen zu sein?

Quelle: dpa

Göttingen. „Irgendwie geht das Turnier dieses Jahr an einem vorbei, es ist komisch. Selbst bei den Deutschland-Spielen hält sich die Stimmung in Grenzen. Aber ab dem Viertelfinale dürfte sich das ändern“, vermutet Daniel Chiller. Angstgegner Italien bereitet dem Leiter der Bühnentechnik am Jungen Theater keine Sorgen: „Die Rechnung mit den Italienern wird diesmal beglichen.“ Sollte Deutschland im Halbfinale gegen den potenziellen Kontrahenten Island ausscheiden, hätte der Göttinger kein Problem damit, „weil es in der Truppe wenigstens noch Zusammenhalt gibt“. Den sensationell ins Viertelfinale eingezogenen Skandinaviern traut auch der scheidende Veilchen-Ladies-Coach Hermann Paar einiges zu. „Die Mentalität spielt eine große Rolle, und von der der Isländer war ich schon immer ein Fan“, sagt der Saarländer. Europameister wird aus seiner Sicht aber der Gewinner zwischen Deutschland und Italien. Der gleichen Meinung ist Sebastian Pohling. Allerdings wird der Göttinger konkreter: „Ich befürchte eine Niederlage, Italien holt sich den Titel.“

Felsenfest davon überzeugt ist auch Vincenzo Pastore. Nicht weniger als ein geradezu monumentales 5:0 erwartet der Sizilianer von seiner Squadra Azzurra. „Wir sind einfach besser“ begründet er. Sein Landsmann Daniele Galluzzi aus Duderstadt schätzt die Situation realistischer ein. „Mein Herz schlägt für Italien, aber ich bin skeptisch angesichts der Spielweise, denn als Italiener muss ich das System unserer Mannschaft erst mal selbst verstehen“, erklärt er in Hinblick auf die Abkehr vom typischen Catenaccio. Eine Prognose, wer sich Europas Krone aufsetzt, wagt der regional bekannte Fußballer und Geschäftsführer des Feinkostladens „Buon Gusto“ nur ansatzweise: „Deutschland und Italien sind zwar meine Topfavoriten, aber die Belgier und Franzosen sind auch gut dabei.“

Einfach nur „ein richtig spannendes Spiel, am besten ein 3:2 oder 4:3“ wünscht sich Jakob Ruckteschler. Jedoch rechnet der angehende Medizin-Student aus Tübingen eher mit einem „taktisch hochwertigen, aber langweiligen 1:0“. Klar ist für den 19-Jährigen, dass der Gewinner der Partie auch Europameister wird. „Die anderen Mannschaften haben mich nicht überzeugt. Selbst Frankreich hat Glück, überhaupt noch im Turnier zu sein und muss sich gegen Island strecken.“ Kathrin Oppermann ist der Ausgang relativ gleichgültig. Die Gärtnerin aus Katlenburg schaut lediglich während großen Turniere Fußball und auch „nur die Deutschland-Spiele“. Dann kann sie zumindest für Mats Hummels schwärmen, den sie Cristiano Ronaldo um Längen vorzieht.

Gleich drei Pferde im Rennen um die Europameisterschaft hat Paulette Klages. „Selbstverständlich bin ich für Frankreich und Deutschland“, betont die Französin. Allerdings, so die sympathische Inhaberin des Käsegeschäfts Boucoiran, würde sie sich auch über einen Überraschungstriumph Islands freuen, denn „das sind richtig tüchtige Jungs“.

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