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Marktumfrage: Was Göttinger über die WM-Affäre denken

Beim Fußball sind alle korrupt, "wieso sich ärgern?" Marktumfrage: Was Göttinger über die WM-Affäre denken

Ob das Sommermärchen 2006 möglicherweise gekauft war, wird in den Medien heiß diskutiert. 6,7 Millionen Euro habe das WM-Organisationskomitee an die Fifa gezahlt. Unklar sei bisher, wofür. Das Tageblatt hat die Göttinger auf dem Wochenmarkt zu dem Fall befragt.

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Göttingen. Wolfgang und Giesela Schrama würde ein mutmaßlicher Skandal das Sommermärchen von 2006 verleiden.

„Es ist unfair dem Sport gegenüber“, sagt Wolfgang Schrama aus Grone. Für ihn sei es schwierig, den Fußball noch ernst zu nehmen, denn eine mögliche Korruption sei vor vier Jahren schon mal diskutiert worden.

Leo Lebeau fällt es schwer, die Situation einzuschätzen: „Nach aktuellem Stand bescheißen alle beim Fußball. Also ist es ausgeglichen“, sagt der Göttinger. Schließlich wüssten alle, dass der Fußball korrupt sei. „Also wieso sich ärgern?“, fragt Lebeau.

„Es geht auf keine Kuhhaut, wie viel Geld beim Fußball hin- und hergeschoben wird“, sagt Katarzyna Kallus. Daher sei es für sie „dreist, dass so korrupt verfahren wird“. Für sie werfe das ein schlechtes Licht auf den deutschen Fußball.

Für Korneel Debaene aus Weende macht ein möglicher Skandal keinen Unterschied, da viel beim Fußball betrogen werde. Ebenso sieht es Laure Debaene. Sie könne sich gut vorstellen, dass das WM-Organisationskomitee sich bei der Fifa eingekauft habe.

Laut DFB-Präsident Wolfgang Niersbach musste der DFB 6,7 Millionen Euro an die Fifa zahlen, um einen Zuschuss zur WM 2006 zu bekommen. Der Weltverband widerspricht. Und auch Sepp Blatter will von nichts wissen .

Von Björn Lorenz

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