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Von Fahrradtaxis bis zu Solar-Schienen-Bussen

Marktumfrage: Dieselfreie Innenstadt Von Fahrradtaxis bis zu Solar-Schienen-Bussen

Eine blaue Plakette für Dieselfahrzeuge oder doch ein allgemeines Fahrverbot für alle Kraftfahrzeuge in der Göttinger Innenstadt? Nachdem die EU wegen gestiegener Stickoxidwerte konsequente Maßnahmen zur Luftreinheit fordert und Hannover die Einführung einer blauen Plakette erwägt, machen sich Göttinger und Händler des Wochenmarktes Gedanken über die Verkehrszukunft der Stadt - das zeigt die aktuelle Marktumfrage.

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Ludwig Wendelin Pape

Quelle: yah

Göttingen. Würde die Blaue Plakette eingeführt, dürften nur noch Diesel-Fahrzeuge mit Euro-6-Norm die Göttinger City befahren.

„In der Nahbetrachtung kommt einem das willkürlich vor“, sagt Ludwig Wendelin Pape, „aber grundsätzlich ist der Ausstoß von Dieselfahrzeugen schon ein Problem.“ Dreimal in der Woche fährt er mit seinem Wochenmarktstand in die Innenstadt - mit einem Diesel-PKW. „Mir liegt die Umwelt schon sehr am Herzen. Irgendwann wird es mal Zeit mit dem Klimaschutz“, findet Pape. Gleichzeitig müsse er „schon durchatmen“, sollte er selbst durch zusätzliche Kosten betroffen sein.

Norbert Wild

Norbert Wild

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Industriekaufmann Norbert Wild hält die Diskussion für „eher negativ“. „Sie sollten weiter durchfahren dürfen“, findet der 61-Jährige. Für „nicht umsetzbar“ bezeichnet auch Barbara Albrecht die mögliche Einführung eines Dieselfahrzeug-Verbotes. „Dann hätten wir keinen Wochenmarkt mehr“, bekräftigt sie. Stattdessen solle man eher die Busse aus der Innenstadt verbannen und „die Jüdenstraße mal schöner machen und die Fußgängerzone vergrößern“.

Chanti Utermöhlen (links) und Lisa Donath

Chanti Utermöhlen (links) und Lisa Donath

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Ganz neue Vorstellungen von den Göttinger Transportmöglichkeiten haben die Sportstudentinnen Chanti Utermöhlen und Lisa Donath. „Busse befahren den Stadtrand, ab dort könnte es einen Elektroautoservice geben“, schlägt Utermöhlen vor. „Wie Golfkarts“ könnten die solarbetriebenen Gefährte aussehen. Außerdem könnten „Fahrradtaxis“ eingeführt werden, „dadurch entstehen zusätzlich neue Studentenjobs“, erklärt sie. Ein „komplettes Autoverbot“ wünscht sich Lisa Donath. „Man sollte neben der Fußgängerzone noch eine Fahrradzone einrichten“, schlägt Donath vor. Und sollten die bisherigen Ideen nicht umsetzbar sein, dann könne man „ein Schienensystem für die Busse“ installieren, „natürlich Solarbetrieben“, fügt Utermöhlen an. yah

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