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"Diesen Preis müssen wir zahlen"

Marktumfrage: Terror und Amok "Diesen Preis müssen wir zahlen"

Würzburg, München, Ansbach: Nach zwei Terrorakten und einem Amoklauf hat die Angst Deutschland erfasst. Wie reagieren die Göttinger? Bei der Marktumfrage zeigten sich die Befragten größtenteils besorgt, wollen Attentätern jedoch keine Kontrolle über ihr Leben geben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Auch wenn es in Ägypten vor ein paar Jahren sehr schön gewesen sei, würde sie dort sowie in einigen anderen Staaten des Nahen Ostens keinen Urlaub mehr machen, berichtet Birgit Sterr (60). Innerhalb von Deutschland fahre sie allerdings überall hin, so die Groner Ortsbürgermeisterin: „Ich besuche häufig Konzerte in Hannover, werde das auch in Zukunft tun.“ Der Schlüssel, um Anschläge zu vermeiden: „mehr Integration.“

Malte Dreyer

Malte Dreyer

Quelle: Rudolph

Malte Dreyer glaubt zwar, dass es in Zukunft noch mehr Anschläge geben wird, warnt jedoch vor Panik: „Die statistische Wahrscheinlichkeit, mit dem Auto zu verunglücken, ist um ein Vielfaches höher, als Opfer eines Attentats zu werden.“ Härtere Maßnahmen gegen Terrorismus unterstützt der angehende Doktor der Philosophie zwar, aber nur, solange  der Staat eine wohlüberlegte Abwägung zwischen den Gütern „Sicherheit“ und „bürgerliche Freiheitsrechte“  vornehme. 

Neide Doering

Neide Doering

Quelle: Rudolph

Sie habe Angst, gibt Neide Döring zu. Die 44-Jährige will sich aber nichts gefallen lassen: „Ich werde mein Leben weiterleben und genießen wie bisher.“ Das werde auch er, so Max Otten (26), auch wenn ihm die Terrorgefahr immer mal wieder durch den Kopf gehe. Die Anschläge seien wohl die Folge davon, dass der Westen den Kampf gegen den IS unterstütze, glaubt der Biologiestudent: „Diesen Preis müssen wir zahlen.“

Tobias Stuwe

Tobias Stuwe

Quelle: Rudolph

Keinerlei Angst hat Tobias Stuwe, wie er betont: „Ich mache Kampfsport, und zwar Straßenkampf, ich weiß mich zu wehren.“ Der 37-Jährige will sich nicht einschränken lassen: „Ich meide keine öffentlichen Plätze – sollte tatsächlich dort eine Bombe hochgehen, wo ich mich gerade befinde, hab ich eben Pech gehabt.“ Der Uslaraner fordert  strengere Gesetze: „Wer straffällig wird, gehört abgeschoben.“

Sonja Kleinhauer

Sonja Kleinhauer

Quelle: Rudolph

Sie versuche, die Ereignisse so wenig wie möglich an sich herankommen zu lassen, sagt Sonja Kleinhauer (63): „Trotzdem verursachen größere Menschenansammlungen bei mir immer ein mulmiges Gefühl.“ Die kürzlich in Rente gegangene Verwaltungsangestellte warnt vor Parallelgesellschaften in großen Städten: „Der Staat muss aufpassen, dort nicht die Kontrolle zu verlieren.“     

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Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016