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Martinsumzug in Göttingen mit 350 Teilnehmern trotz Nieselregen

Tradition mit Laternen Martinsumzug in Göttingen mit 350 Teilnehmern trotz Nieselregen

Mehr als 350 Kinder, Eltern und Großeltern sind am Sonnabend singend und mit Laternen in der Hand durch die Göttinger Innenstadt gezogen. Der Martinsumzug der evangelischen Gemeinden St. Johannis und St Marien sowie der katholischen Gemeinde St, Michael am 11. November ist Tradition.

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Martinsumzug in Göttingen – mit Zedric Mühlbach als Heiliger Martin an der Spitze.

Quelle: Ulli Schubert

Göttingen. Es ist kalt und ungemütlich, irgendwann beginnt es zu nieseln. Die Kinder stört das wenig: Immer wieder stimmen sie mit ihren Eltern die bekannten Martinslieder wie „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ und alten Laternelieder an - begleitet vom Posaunenchor der Johannis-Gemeinde. Stolz halten die vierjährige Marie aus Weende und die anderen Kinder dabei ihre Laternen hoch - fast alle sind selbst gebastelt: mit klassischem Sternenhimmel auf transparentem Papier, als lustiges Tier gestaltet oder auch ganz modern als leuchtender Sponchbob. Viele Kinder wollen ganz vorne laufen, neben dem Soldaten Martin alias Zedric Mühlbach hoch zu Ross auf Quater Horse Marky und seinem „Knappen“ alias Janine Klöppner auf der Isländerstute Foa. Sie führen den Umzug von St. Johannis zur Marienkirche am Groner Tor und über den dunklen Wall zur Bonifatiusschule. Dort gibt es eine Abschlussrunde mit offenem Martinsfeuer und wärmendem Punsch.

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Drei Stationen und die Geschichte vom Heiligen Martin von Tours.

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In den beiden Kirchen und an der Schule erzählen die Pastoren und die erst kürzlich gekürte Göttinger Gänseliesel Staphanie Giro ein Stück von der Geschichte Sankt Martins. Die Geschichte vom gutmütigen Soldaten, der seinen Umhang im kalten Winter mit dem Schwert zerschneidet und mit einem armen alten Man teilt. Der dann ist Kloster geht und später fast gegen seinen Willen zum Bischof von Tours ernannt wird - überredet und überzeugt von sprechenden Gänsen.

Mirko (7) kennt die Geschichte von Sankt Martin „natürlich“ schon lange und findet ihn „einfach cool“. „Teilen ist gut“, erklärt er - genauso so gut wie der Umzug und so cool wie seine Monster-Laterne. Mit der Tradition der Martinsumzüge vermischen sich in Göttingen zwei Gedenktage. Zum einen gedenkt die evangelische Kirche des Reformators Martin Luther. Die katholische Kirche erinnert damit an den Heiligen Martin, der 397 starb und am 11. November beigesetzt wurde.

Von Ulli Schubert

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