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Massenvermehrung von Mäusen in Hann. Münden

Stadtwald bekämpft Massenvermehrung von Mäusen in Hann. Münden

Erst muss der Betrieb Stadtwald Münden mit den Folgen von Sturmschäden kämpfen, dann muss auch noch eine Massenvermehrung der Erd- und Schermaus bekämpft werden. Und als wären das nicht schon genug Probleme, kämpfen die Kommunalpolitiker beim Budgetbericht des Stadtwaldes auch noch mit „internen Verrechnungen“.

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Quelle: Steffen/dpa (Symbolfoto)

Hann. Münden. Erhebliche Fraßschäden an jenen Flächen, die 2010 nach dem Sturm Kyrill (im Jahr 2007) aufgeforstet worden sind, habe es in diesem Frühjahr durch die Erd- und Schermaus gegeben, führte Susanne Gode, Leiterin des Betriebs Stadtwald, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, erneuerbare Energien und Tourismus aus. Deshalb mussten die Mäuse mit Rodentiziden (Mäusegift) bekämpft und Nachpflanzungen vorgenommen werden. Gode: „Diese Massenvermehrung von Mäusen hält weiterhin an.“

Gode hatte dem Gremium ihre Budgetberichte für das Jahr 2014 und das erste Halbjahr 2015 vorgelegt. 2014 wurden aus dem Stadtwald 17 300 Festmeter Holz vermarktet, darunter eine unerfreulich große Menge an Sturm- und Käferholz, so Gode. Unterm Strich habe die Forstwirtschaft einen Überschuss in Höhe von gut 43 000 Euro erzielt, allerdings ohne die sogenannten internen Verrechnungen. Würden diese berücksichtigt, liegt das Ergebnis 2014 bei minus 169 675 Euro. Schon mehrfach kritisierten die Kommunalpolitiker, dass durch das „Doppik-Unwesen“ – eine Formulierung von Dirk Wedekind (SPD) –  nicht nachvollziehbar sei, wie sich diese internen Verrechnungen zusammensetzen. Jetzt erneuerten sie ihre Kritik.

2015 fielen im Stadtwald 4200 Festmeter Sturmholz in Folge des Sturms Niklas an. In der Folge sanken die Fichtenholzpreise, erläuterte Gode, weshalb die Erlöse im ersten Halbjahr 2015 um 66 Prozent niedriger ausfielen als im Vorjahr. Für 2015 rechnet Gode im Bereich Stadtwald dennoch mit einem positiven Ergebnis. Sie stellte aber klar, dass unter Einbeziehung der internen Verrechnungen „auf keinen Fall eine Kostendeckung durch die Waldwirtschaft“ erreicht werden könne.

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