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„Mega-Projekt“ Göttinger Kunstquartier

Ratsfraktionen sprechen sich für das Projekt aus „Mega-Projekt“ Göttinger Kunstquartier

Die Parteien im Göttinger Rat begrüßen die Bundesförderung in Höhe von 4,5 Millionen Euro für das Göttinger Kunstquartier (Kuqua) zwischen Düsterer Straße und Nikolaistraße grundsätzlich. Warnungen kommen aber von der CDU/FDP-Gruppe: So würden die jährlichen „sechsstelligen“ Unterhaltungskosten unter die sogenannten freiwilligen Leistungen fallen.

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Die Parteien im Göttinger Rat begrüßen die Bundesförderung in Höhe von 4,5 Millionen Euro für das Göttinger Kunstquartier (Kuqua) zwischen Düsterer Straße und Nikolaistraße.

Quelle: Vetter

Göttingen. Diese seien aber durch die Vorgaben des Entschuldungshilfeprogramms (EHP) gedeckelt und „ausgereizt“, argumentiert die Gruppe.

Sie fürchtet, dass die Betriebskosten für das Kuqua zu Lasten anderer geförderter Kultur- oder Sportträger gingen.

Das Problem der Folgekosten wird trotz prinzipieller Zustimmung für das Projekt auch von SPD, Grünen, Linken und Piraten gesehen. Durch die Förderung des „Mega-Projektes“ sieht etwa Pirat Meinhart Ramaswamy die Stadt in „Zugzwang“.

Er hat Sorge, dass nun Mittel für die kleineren Kultureinrichtungen knapp werden. „Was wir brauchen, ist eine Darstellung der Verwaltung, wo die benötigten Finanzmittel herkommen sollen, wo es bei den freiwilligen Leistungen Umplanungen geben soll“, sagt Rolf Becker, Fraktionsvorsitzender der Grünen.

„Sinnvoll gekürztes Paket“

Auch er rechnet mit jährlichen sechsstelligen Betriebskosten für das Kuqua. Patrick Humke, Fraktionsvorsitzender der Linken, sieht das Problem auch, erwartet aber durch den „Publikumsmagneten“ Kuqua auch Mehreinnahmen für die Stadt. Nach Ansicht von Frank Peter Arndt, SPD-Fraktionsvorsitzender, müsse nun geschaut werden, was mit den 4,5 Millionen Euro an Fördergeld von dem ursprünglichen Konzept Kuqua umgesetzt werden kann.

Der von der Verwaltung im September für den Förderantrag erstellte Ausgaben- und Finanzierungsplan sah für das Kunstquartier ursprünglich eine Projektsumme von 9,3 Millionen Euro vor. Davon sollten knapp 7,9 Millionen Euro durch die Bundesförderung gedeckt werden. Größter Investitionsposten im Plan ist mit 3,3 Millionen Euro der Bau eines Galeriegebäudes.

Stadtbaurat Thomas Dienberg erklärte am Freitag gegenüber dem Tageblatt, dass sich ein „sinnvoll gekürztes Paket“ auf den Galerieneubau und den  Innenausbau des Steidl Museums – Günter-Grass-Archiv in der Düsteren Straße konzentrieren werde. Hinzu müssten begleitende städtebauliche Maßnahmen kommen – wie etwa die Innengestaltung des Quartiers.

In einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Kulturausschuss am 4. Dezember will die Verwaltung, nach Auskunft von Dienberg, erste Informationen zu weiteren Planungen und dem weiteren Vorgehen geben.

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Foto: Gerhard Steidl zeigt Rolf-Georg Köhler (SPD) und Thomas Opperman (SPD) das Günter-Grass-Archiv und das entstehende Kunstquartier.

4,5 Millionen Euro für Göttingen – mit dieser Summe will der Bund nach Tageblatt-Informationen das Projekt „Kunstquartier (KUQUA)“ fördern. Damit sollen ein modernes Galeriegebäude sowie die Erhaltung bereits vorhandener Bausubstanz an der Düsteren Straße ermöglicht werden.

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