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Mehr Licht auf dem Göttinger Wall

Naturschutz beachten Mehr Licht auf dem Göttinger Wall

Bis Jahresende soll die Göttinger Stadtverwaltung ein Beleuchtungskonzept für den historisch gewachsenen Wall rund um die Altstadt erarbeiten. Dabei soll sie auch Belange des Vogel- und Naturschutzes beachten. Das hat der Umweltausschuss des Rates einstimmig beschlossen.

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Soll heller werden: Der Göttinger Wall.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ein Antrag der CDU/FDP-Gruppe hatte die Diskussion über eine „Ausdehnung der Wallbeleuchtung“ ausgelöst. Die Gruppe wollte prüfen lassen, ob und wie im Anschluss an vorhandene Laternen auf dem Wall weitere Abschnitte erhellt werden können. Ein Vorschlag, der bereits 2011 als Teil eines Innenstadtleitbildes diskutiert wurde, konterte die Stadtverwaltung. Und das aus guten Grund: Zurzeit sei das Bau- und Naturdenkmal nur zu einem knappen Viertel beleuchtet, überwiegend im Umfeld von Schulen, Straßen und Fußgängerüberwegen.

Weitrechenderes Konzept gefordert

„Um diesen Missstand zu beseitigen, aber auch der natur- und stadtgeschichtlichen Bedeutung des Walls gerecht zu werden“, bedarf es mehr als einer bloße Kabelverlängerung und neuer Leuchten, erklärte die Verwaltung in ihrer Vorlage zum CDU/FDP-Antrag. Sie schlägt selbst ein weiterreichendes Konzept vor.

Darin sollten außer technischen und gestalterischen Vorschlägen auch ökologische Forderungen „abgearbeitet“ werden – unter anderem zum störenden Lichtsmog, zu Wurzelschäden, Artenschutz und Energieeffizienz. Im Ergebnis könnten dann Wall-Abschnitte für einen Umbau benannt werden – inklusive der Kosten. Honorarkosten für das Konzept bezifferte die Verwaltung auf 9000 Euro.

Kritik von Umweltverbänden

Dabei sollten auch Experten wie Vertreter der Naturschutzverbände einbezogen werden, forderte für die Grünen Sabine Morgenroth. Und Torsten Wucherpfennig (Antifa-Linke) drängte darauf, das Konzept bis Jahresende fertigzustellen.

Kritik gab es von Hans Günther Joger als Vertreter der Umweltverbände und von Göttingens Naturschutzbeauftragen Britta Walbrun: Mehr Licht auf den Wall könnte den Lebensraum vieler Tiere negativ beeinflussen. Er glaube auch nicht, dass zusätzliche Laternen tatsächlich das Sicherheitsgefühl bei Frauen erhöhen, so Joger. Und Walbrun hinterfragte, ob in einer Stadt wirklich jeder Fleck beleuchtet sein müsse und es dafür auch noch ein Konzept brauche

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