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Mehr Platz für die Leine und Röhricht für Fische

Hochwasserschutz Mehr Platz für die Leine und Röhricht für Fische

Die Leine bekommt wieder mehr Platz, und Göttingen soll besser vor Hochwasser geschützt werden: Zwischen Godehardstraße und Otto-Frey-Brücke wird zurzeit der innere Überlaufbereich ausgebaggert. Zugleich wird der Deich auf der Ostseite um einen halben Meter erhöht. 470 000 Euro kostet dieses Teilprojekt. Es ist der sechste Bauabschnitt im großen Hochwasserschutzprogramm der Stadt.

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Baggern für den Hochwasserschutz: Die Leine soll so mehr Platz bekommen.

Quelle: Hinzmann

Von 2001 bis 2009 hat Göttingen nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 3,9 Millionen Euro investiert, um die Leineanlieger besser vor Hochwasser zu schützen. Vom Land Niedersachsen seien dafür bislang Zuschüsse in Höhe von 2,8 Millionen Euro gewährt worden. Unter anderem seien im Süden der Stadt beide Seiten der Flühte neu gestaltet, eine Entlastungsschleuse am Kiessee und ein Siel- und Schöpfwerk am Leinekanal neu gebaut, die Wehranlage an der Walkemühle umgebaut und schließlich neue Hochwasser-Schutzmauern gesetzt worden.

Neben der erhöhten Deichanlage wird das Leinebett auf Höhe Otto-Hahn-Gymnasium und Lokhalle auch umgestaltet. In den sogenannten Vorländern würden 37 Bäume gepflanzt, erklärt Bernd Knyrim von städtischen Fachdienst Straßen- und Wasserbau. Außerdem würden Röhrichtflächen und Kiesbänke angelegt. Damit werde der Lebensraum der Fische aufgewertet. Zugleich sei der Fluss dann besser zugänglich für Nutzer.

Für diese Eingriffe und auch als Ausgleich für die Bäume werde der Überlaufbereich ausgebaggert. Denn auch wenn es unwahrscheinlich klingt: Bei Hochwasser könnten die Bäume den Abflussquerschnitt des Wassers vermindern, so Knyrim. Sie bremsen und stauen den Fluss.

us

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