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Mehr Raser, weniger Fahrverbote

Gut 1,5 Millionen Euro Bußgeldeinnahmen Mehr Raser, weniger Fahrverbote

Die Raser in Göttingen sind wieder auf dem Vormarsch. Jedenfalls hat die Stadtverwaltung 2015 deutlich mehr Geschwindigkeitsüberschreitungen als 2014 bei ihren Verkehrsüberwachungen verzeichnet. Dafür gingen die Einnahmen durch Verwarn- und Bußgelder zurück. Auch die Zahl der Fahrverbote sank.

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Göttingen. Wie aus der vorläufigen Statistik des Göttinger Stadtordnungsdienstes hervorgeht, erfasste die mobile Geschwindigkeitsüberwachung 2015 mit 157 412 Fahrzeugen deutlich mehr als ein Jahr zuvor (141 638). In 8,45 Prozent (2014: 7,32 Prozent) der Fälle überschritten Verkehrsteilnehmer die zulässige Geschwindigkeit. Die Stadt ist nach Angaben der Verwaltung mit zwei mobilen Messwagen im Einsatz.

Die Verkehrsüberwachung der Polizei ermittelte hingen weniger Raser. Sie verzeichnete laut Stadtverwaltung im vergangenen Jahr 487 Fälle  von Geschwindigkeitsüberschreitungen (2014: 632).

Auch die stationären Blitzer der Stadt Göttingen an der Steinmetzkurve, in Groß Ellershausen und in Roringen verzeichnete 2015 erneut mehr Tempo-Verstöße. Die drei Anlagen registrierten demnach 7474 Raser und damit rund acht Prozent mehr als 2014 (6879).

Rote Ampeln scheinen Göttinger Autofahrer mehr zu beachten als Tempolimits. So registrierten die sieben Anlagen zur Rotlichtüberwachung im vergangenen Jahr genau 3690 Verstöße. 2014 hatte die Zahl noch bei 3958 gelegen. Die meisten Rotsünder (854) wurden dieses Mal an der stadtauswärts führenden Fahrbahn an der Kreuzung An der Lutter / Bundesstraße 27 festgestellt, wie die Verwaltung weiter mitteilte.

Die gestiegene Zahl der Raser spiegelt sich hingegen nicht in der Zahl der Fahrverbote wider. 1256 Fahrverbote wurden in der Stadt Göttingen im vergangenen Jahr ausgesprochen – und damit rund 180 weniger als im Vorjahr. Die Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern betragen nach den bisher ausgewerteten Verfahren im fließenden Verkehr  1,571 Millionen Euro (2014: 1,556 Millionen), im ruhenden Verkehr 804 000 Euro (2015: 951 000). Die Einnahmen gingen damit insgesamt zurück.

Dem Stadtordnungsdienst standen nach Angaben der Verwaltung für die Verkehrsüberwachung 15,5 Planstellen zur Verfügung. Das ist eine Planstelle mehr als 2014.

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