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Mehr Schutz für Göttingens historische Altstadt

Baukulturensemble Mehr Schutz für Göttingens historische Altstadt

Einen umfassenden Schutz für Gestalt und Aussehen der Innenstadt innerhalb des Walls will die Stadt Göttingen vorantreiben. Vor rund 300 Teilnehmern des Fachkongresses Städtebaulicher Denkmalschutz in Göttingen bekräftigte Stadtbaurat Thomas Dienberg in der Lokhalle das im Innenstadtleitbild 2011 formulierte Ziel.

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„Baukulturensemble Innenstadt“: die schützenswerte Göttinger City innerhalb des Walls.

Quelle: Mischke

Göttingen. Unter einem „Arbeitstitel Baukulturensemble Innenstadt“, so erläutert Dienberg gegenüber dem Tageblatt, sollen dann stadtbildprägende Gebäude, Plätze oder Straßenzüge und -verläufe besser geschützt werden. Auch um Entwicklungen, wie es sie bis zum Ende der 70er-Jahre gab, zu verhindern. Damals sei viel historische Bausubstanz verloren gegangen, so Dienberg. Die mit dem Landesamt für Denkmalpflege erarbeitete Kategorie sei allerdings nicht im Gesetz verankert und keinesfalls vergleichbar mit dem Schutz für ein Flächendenkmal, wie er für die Innenstädte von Duderstadt und Hann. Münden gilt.

Vielmehr handele es sich um eine Art Selbstverpflichtung. Im Innenstadtleitbild heiß es: „Für den als Baukulturensemble Innenstadt definierten Bereich, der durch den äußeren Wallfuß begrenzt ist, sollen bei stadträumlich wirksamen Um- und Neubauten sowohl bei Hochbauten wie auch im öffentlichen Raum Wettbewerbe beziehungsweise Gutachterverfahren durchgeführt werden.“

Für Immobilienbesitzer wird sich an der bestehenden rechtlichen Situation wenig ändern. Allerdings, so erklärt Dienberg, sei die Stadt mit dem Landesamt dabei, die Gebäude in der Innenstadt neu zu bewerten. Einige könnten in die Liste der geschützten Einzel- und Ensembledenkmale neu aufgenommen werden, einige könnten herausgenommen werden. Abgeschlossen sei diese Bewertung noch nicht.

Die Entwicklung in der nördlichen City nennt Dienberg als beispielhaft für kommende Entwicklungen in der Innenstadt. Hier sei ein „guter Kompromiss“ zwischen dem Denkmalschutz auf der einen Seite und den Interessen des Einzelhandels gefunden worden.

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