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Mehr als Stacheln im alten Botanischen Garten

29. Kakteenbörse in Göttingen Mehr als Stacheln im alten Botanischen Garten

Jedes Jahr am ersten Juni-Wochenende treffen sich Kakteenfreunde aus dem ganzen Bundesgebiet im alten Botanischen Garten in Göttingen zur Kakteenbörse. Mit dem Besucherandrang war Wolfgang Höfer, zweiter Vorsitzender der Göttinger Ortsgruppe der Deutschen Kakteen-Gesellschaft, sehr zufrieden.

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Lothar Lühr mit seinen blühenden Kakteen.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Wie viele Besucher es genau waren, konnte er nicht sagen, aber bei Sonnenschein war es voll rund um die Stände mit Kakteen unterschiedlichster Form, Farbe und Ansprüche: Es gab solche mit grünlich-kalkweißen fleischigen Blättern, runde mit langen, großen Stacheln, solche mit großen bunten Blüten.

Eine schöne Veranstaltung

Die verkauften sich am besten, meint Jürgen Sandkötter. Die letzten drei Jahre kommt er regelmäßig aus Rheine zwischen, Münster und Osnabrück gelegen, zur Kakteenbörse. Er züchtet und verkauft seine Kakteen als Nebengewerbe, angefangen habe alles als Hobby, sagt er – so wie bei vielen der Aussteller. „Die Kakteenbörse in Göttingen ist eine sehr schöne Veranstaltung“, so Sandkötter. Der Botanische Garten, die freundliche Aufnahme durch den Kakteenverein, die zahlreichen und interessierten Fachbesucher und Laien. Das kennt er von anderen Börsen auch ganz anders.

Beratung und Erklärungen nehmen einen großen Raum ein. „Eines der größten Missverständnisse ist, dass Kakteen kein Wasser brauchen“, sagt Sandkötter. Das Gegenteil sei der Fall. Von April bis Oktober sollte man sie wöchentlich gut gießen – nur dann bildeten sie ihre Blüten aus. Ohne Wasser überlebten sie zwar, würden dann aber eine Art Winterruhe halten.

Laufkundschaft und Nachwuchssorgen

Höfer meint, dass die Kakteenbörse in Göttingen bundesweit eine der besten Veranstaltungen ihrer Art ist – eine breite Vielfalt an Pflanzen, Aussteller, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, genau wie viele der Besucher. Allerdings gebe es auch viel Laufkundschaft.

Den Kakteenverein selbst plagen Nachwuchssorgen. 22 Aktive zähle die Ortsgruppe Göttingen noch, sagt Höfer. Normalerweise habe es immer auch Studenten gegeben, insbesondere aus der Biologie, die zumindest für eine Zeit mitgemacht hätten. Doch sei das seit einigen Jahren leider nicht mehr der Fall.

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