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Mehr als fünf Jahre Haft für Kiosk-Überfall in Göttingen

Knast nach Kiosk Mehr als fünf Jahre Haft für Kiosk-Überfall in Göttingen

Es sollte ein schneller Überfall werden, um an ein bißchen Geld zu kommen. Statt ein paar hundert Euro zu haben, müssen jetzt zwei Männer für mehr als fünf Jahre hinter Gitter. Der Dritte im Bunde kam knapp mit einer Bewährungsstrafe davon.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Die drei Männer im Alter von 22, 23 und 37 Jahren, zwei davon schwer drogenabhängig, hatten sich am 15. März dieses Jahres entschlossen, einen Kiosk zu überfallen. Nachdem beim ersten Kiosk zuviel Betrieb, der zweite zu stark gesichert war, fand sich schließlich der Richtige.

Während der 22-Jährige im Wagen wartete, tauchten die beiden Älteren maskiert und mit Schreckschusswaffen ausgerüstet im Kiosk auf. Der Besitzer, der zunächst noch an einen üblen Scherz glaubte, sah sich schnell eines besseren belehrt, als er in den Lauf eines täuschend echt aussehenden Federdruckgewehrs blickte. Die Beute: 250 Euro und ein paar Schachteln Zigaretten.

Über das Autokennzeichen des Fluchtwagens kam die Polizei dem Trio schnell auf die Spur. Nach der Bemerkung einer Freundin, „Schatzi, da draußen stehen zwei Bullenautos“, wussten auch die Täter, dass das Spiel aus war. Alle drei legten schnell Geständnisse ab.

Verminderte Schuldfähigkeit

Auch weil sie dies vor Gericht taten, blieben die Strafen in der Verhandlung am Montag, 13. Oktober, deutlich unter den Höchstgrenzen von bis zu elf Jahren. Der 37-Jährige habe die Tat wegen seiner Drogensucht wahrscheinlich im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen, urteilte das Gericht.

Dennoch bedeuten die fünf Jahre und sechs Monate für die beiden Haupttäter eine lange Zeit hinter Gittern, die beide jedoch nach zwei Monaten im Gefängnis weitgehend im Drogenentzug verbringen werden. Der 22-Jährige erhielt zwei Jahre Haft, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ihm hielt das Gericht zugute, dass er half, die Tat aufzuklären, indem er seine Mittäter benannte.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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