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Mehr junge Menschen mit Handicap in Göttinger Betrieben

352 junge Menschen betreut Mehr junge Menschen mit Handicap in Göttinger Betrieben

352 junge Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen oder anderen Beeinträchtigungen haben seit 2014 eine Ausbildung im Institut für angewandte Sozialfragen (Ifas) begonnen, die Hälfte von ihnen hat sie abgeschlossen. Seit zehn Jahren läuft das Projekt für berufliche Rehabilitation in der gemeinnützigen GmbH.

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Im Ifas-Kiosk hat die Karriere begonnen: Einzelhandelskaufmann Fabian Plewa mit Ausbilderin Eugenia Gatsioudi und Projektleiterin Claudia Scharz.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Junge Menschen, die es alleine nicht schaffen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, werden dort betreut, in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. Ifas-Geschäftsführer Dietmar Thiele und Projektleiterin Claudia Scharz ziehen Bilanz.

„Es hat sich viel zum Positiven verändert, die Göttinger Betriebe trauen sich“, sagt Thiele. Zwei von denen, die sich trauen, sind Real im Kaufpark und die Universitätsmedizin. Fünf Ifas-Auszubildende sind in den vergangenen zehn Jahren in der IT-Abteilung des Klinikums beschäftigt worden. „Zwei davon sind jetzt fest bei uns“, sagt IT-Chef Jens Huchthausen.

So auch Christian Bode. Der 33-Jährige fand über das Ifas-Projekt „Fair“ den Job und arbeitet heute als Fachinformatiker. „Ich hatte eine schwierige Phase im Leben, hatte vieles abgebrochen und Klinikaufenthalte. Eine Sozialarbeiterin der Krankenstation hat mich zu Ifas gebracht“, erzählt der Mann aus Katlenburg-Lindau. Auch Fabian Plewa hatte eine schwierige Phase in seinem Leben. „Jahrelanges Mobbing in der Schule, ich war sehr verunsichert“, erzählt der 29-Jährige.

„Das ist gut gelaufen“

Heute ist er Einzelhandelskaufmann, Prüfungsnote „fast eine zwei“. Plewa hat über Ifas einen Ausbildungsplatz bei Real gefunden. „Das ist gut gelaufen, danke schön“, sagt er. Eugenia Gatsioudi hat ihn dort ausgebildet. „Ich kämpfe um jeden Mitarbeiter“, sagt sie. „Es läuft nicht immer alles glatt im Leben, dann ist es gut, wenn man Menschen hat, die einen unterstützen“, sagt Plewa.

Christine Gudd von der Agentur für Arbeit sieht in dem Projekt auch eine Chance für die Betriebe. „Nicht immer läuft alles rund, aber da sind die Kandidaten nicht anders, als jeder andere Auszubildende“. Gatsiouidi: „Mann muss sich schon um die Leute kümmern, Zeit mitbringen, zuhören und genau hingucken. Weggucken können alle immer ganz toll.“

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