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Mehr kleine Waffenscheine in Göttingen beantragt

Mehr kleine Waffenscheine in Göttingen beantragt

Nach den Anschlägen in Frankreich am 13. November haben die Verkäufe von Waffenhändlern bundesweit sprunghaft zugenommen. Der Göttinger Waffenhändler Jens Hüsing kann das nur teilweise bestätigen. Die Zahl der ausgestellten kleinen Waffenscheine ist allerdings gestiegen.

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Quelle: Tietzek

Göttingen. „Unsere Kunden fragen verstärkt nach Dingen zur Selbstverteidigung wie Pfefferspray“, sagt der Inhaber von Waffen Hüsing an der Groner Straße. Viele Kunden fühlten sich offenbar nicht sicher. „Warum, das erzählen sie aber nicht“, sagt Hüsing. Neben Pfefferspray seien derzeit auch Schreckschusswaffen sehr gefragt. Das hänge aber seiner Meinung nach mit Silvester zusammen, weil man damit auch Leuchtmunition abfeuern könne. Die Schreckschusspistolen dürften nur an Besitzer des kleinen Waffenscheins verkauft werden. Dieser müsse bei der örtlichen Waffenbehörde, in Göttingen also bei der Stadtverwaltung, beantragt werden und koste 50 Euro.

Die Stadtverwaltung verzeichnet unterdessen einen Anstieg bei der Zahl der genehmigten kleinen Waffenscheine. In diesem Jahr wurde der kleine Waffenschein nach Angaben von Verwaltungssprecher Detlef Johannson 25-mal ausgestellt, davon allein 15-mal seit September. 2014 wurde die Lizenz nur 14-mal, 2013 22-mal ausgstellt.

Für den kleinen Waffenschein, der eine Voraussetzung für das Führen von Schreckschuss-, Reizgas- oder Signalwaffen in der Öffentlichkeit ist, muss man 18 Jahre alt sein. Angefordert werde das große Führungszeugnis und eine Auskunft aus dem staatsanwaltschaftlichen Verfahrensregister, erklärt Johannson. „Außerdem wird  bei der Polizei nachgefragt, ob dort aktuelle Ermittlungen laufen beziehungsweise Erkenntnisse vorliegen, die die waffenrechtliche Zuverlässigkeit in Frage stellen.“ Die Waffen selbst werden nicht registriert. afu

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