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Mehrere Hundert Schüler beim Zukunftstag in der Region Göttingen

Busfahren und Forschung Mehrere Hundert Schüler beim Zukunftstag in der Region Göttingen

Mehrere Hundert interessierte Schüler haben am Donnerstag in der Region am Zukunftstag teilgenommen. Der Zukunftstag war aus dem Girls' Day hervorgegangen, bei dem Mädchen für Berufe mit geringem Frauenanteil begeistert werden sollten.

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Busfahrer Carsten Schmidt mit seinen Weggefährten für einen Tag Jannik Franke und Jannik Schmidt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Es kommt viel mehr auf dein Interesse als auf deine Noten an. Wenn du Maschinenbau machen willst, kannst du das.“ Der stärkste Satz des Zukunftstages am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) kommt von der Maschinenbauerin Sophie Herges (26) im Vortrag über ihren Studiengang. Besonders richtet sie sich an Sophie Keufner. Die Siebtklässlerin weiß bereits, dass sie gern Maschinenbau studieren möchte, hatte Herges aber nach den Notenanforderungen gefragt. Aus dem umfangreichen Programm des MPS war der Schülerin am liebsten „das Seminar mit den Kometen und Kartoffeln.“

Dort saßen auch Vicky Ahlborn und Rebecca Feider aus der achten Klasse. Bei Berufswünschen sind sie etwas zurückhaltender: „Die Astronomie-AG ist eher ein Hobby, ich mache das, weil es mich interessiert.“ Mit MPS-Pressesprecherin Birgit Krummheuer erarbeiten sie sich, wie man die Form eines Kometen aus der Ferne bestimmt. Mit ihren Überlegungen, wie die Messkurven aussehen müssen, kommen die Schülerinnen dem Forscheralltag schon ziemlich nahe. 37 Schüler kamen am Zukunftstag zum MPS.

Auch am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation konnten Schüler in wissenschaftliche Berufe hineinschauen. „Wir haben unter dem Mikroskop Herzzellen gesehen, wie sie schlagen“, berichtet Daniel Fleischmann aus der achten Klasse. Besser als in der Schule fand er das, denn „die haben hier besseren Zugriff auf interessante Präparate“.

Auch in vielen anderen Firmen und Einrichtungen in der Region beteiligten sich am Zukunftstag. 130 Schüler nahmen etwa das Angebot des Uni-Klinikums wahr. Die beiden Elfjährigen Jannik Schmidt und Jannik Franke erlebten den Zukunftstag im Fernbus auf der Autobahn zwischen Göttingen und Berlin. Mit den beiden Fahrern Carsten Schmidt und Tarun-deep Singh Bhar empfingen Jannik und Jannik am Donnerstagmorgen pünktlich um 7.30 Uhr die Fahrgäste von Mein Fernbus an der alten Göttinger Zoologie, checkten mit ein und sahen dem Fahrer bis Berlin über die Schulter. Dort folgte ein Besuch der Unternehmens-Zentrale am Alexanderplatz. Hier zeigte Kommunikations-Chefin Marie Gloystein den Jungen den typischen Arbeitsalltag der Kollegen, die das Fernbus-Netz von Flixbus und Fernbus am Pulsieren halten. Erst am Abend ging es dann mit Vater Carsten zurück nach Göttingen.

Von Caroline Bauer und Jürgen Gückel

Eichsfelder Tageblatt bei der Heinz-Sielmann-Stiftung

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