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Mehrere Hunderte Besucher beim Kartoffel- und Streuobstfest

Violette, Skerry Blue und etwa 50 andere Erdäpfel Mehrere Hunderte Besucher beim Kartoffel- und Streuobstfest

Mehrere Hundert Besucher haben am Sonnabend das Kartoffel- und Streuobstfest in Reinhausen besucht. Auf dem Gelände des ehemaligen Gutshofes konnten sie etwa 50 Kartoffelsorten kennenlernen, Apfelsorten bestimmen lassen und sich über weitere Produkte aus der Landwirtschaft und über den Wald informieren.

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Quelle: Heller

Rheinhausen. Mitten auf dem Hof spielen Kinder mit Strohballen während ihre Eltern mit einem Imker fachsimpeln. Aus dem Kräutergarten des regionalen Umweltbildungszentrum (Ruz) gibt es Salze, Liköre und Rosenzucker, nebenan binden ehrenamtliche Mitarbeiter Herbstkränze.

Herbst und Erntezeit stehen im Mittelpunkt, wenn Ende September das Ruz und das Waldpädagogikzentrum Göttingen ihr Kartoffel- und Streuobstfest veranstalten. Die vielen Kartoffelsorten wachsen alle auf den eigenen Feldern, teilweise angebaut von Schul- und Kindergartenkindern. „So dicke Kartoffeln wie nach diesem trockenen Sommer hatten wir noch nie“, sagt Mitarbeiterin Nina Besecke. Zu den Sorten gehören uralte wie Skerry Blue, aber auch ganz neue Sorten wie Almondo. Auffällig und bei vielen Besuchern besonders beliebt: Kartoffeln mit lilafarbenem Fleisch. „Ich hole mir in jedem Jahr einen Sack Violette“, sagt Martina Francke aus Dransfeld, „die bekommt man sonst nirgendwo“.

Tobias Marx nutzt das Fest für einen Familienausflug, wie viele an diesem Sonnabend. Die Kinder können im Korn baden, eine hölzerne Kuh melken, Müsli selber herstellen und gegen Abend am Lagerfeuer Stockbrot backen. Neu sind am Stand der Landesforsten ein lehrreiches Holzpuzzle mit Baumscheiben und Armbrustschießen auf hölzerne Wildschweine. Ganz nebenbei gibt Mitorganisator Burkhard Verch den Kindern und ihren Eltern Infos darüber mit auf den Weg, warum Wildschweine manchmal geschossen werden. Verch ist zufrieden mit dem Fest: „Es ist so viel los, wie noch nie.“

Das hat auch Franz Sexlinger festgestellt. Der Küchenchef bietet mit seinen Umschüler-Team von Arbeit und Leben aus Göttingen Suppe und Puffer - natürlich aus Kartoffeln. „Wir kommen in jedem Jahr“, sagt Peter Schneider. Für die ganze Familie sei es wunderbarer Ausflug inklusive Mittagessen, und im Kinderwagenkorb liegen schon vier Säcke Kartoffeln für zuhause.

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