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Mehrheit schrumpft auf zwei Sitze

SPD hält ihr Ergebnis von 2011 Mehrheit schrumpft auf zwei Sitze

Die rot-grüne Mehrheit im Rat der Stadt Göttingen hat sich bei der Kommunalwahl behauptet. Auf zusammen 24 von insgesamt 46 Sitze kommen SPD und Grüne. Während die SPD weiterhin 15 Sitze im Rat hält, haben die Grünen im Vergleich zur Kommunalwahl 2011 vier Sitze verloren.

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Bei der Kommunalwahl hält die rot-grüne Mehrheit im Rat der Stadt zwar, ist aber schwächer als nach der Wahl 2011.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. „Die gute Zusammenarbeit kann somit fortgeführt werden“, kommentierte Ulrich Holefleisch, Mitglied des grünen Fraktionsvorstandes, den Wahlausgang am Sonntag. Doch während die SPD im Vergleich zur Kommunalwahl von 2011 ihr Ergebnis gehalten hat (2011: 32,38 Prozent. 2016: 32,62 Prozent), büßten die Grünen mehr als sieben Prozent ein (2011: 27,86 Prozent. 2016: 20,58 Prozent) und sackten auf das Niveau von 2006 ab.

Die Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Fukushima hatten die Grünen 2011 nach oben katapultiert. Ein Effekt, der 2016 nicht mehr gezogen hat. Während die SPD in Göttingen mit ihrem Ergebnis nur knapp über dem SPD-Landesergebnis (31,2 Prozent) liegt, kommen die Göttinger Grünen auf knapp das Doppelte des grünen Ergebnisses in Niedersachsen (10,9 Prozent). Bei der SPD wird es sieben neue Fraktionsmitglieder geben, bei den Grünen vier.

Obwohl auch die CDU Stimmen verloren hat (2011: 26,23 Prozent. 2016: 24,44 Prozent), ist sie im neuen Rat nunmehr die zweitstärkste Kraft hinter der SPD. Sie verliert im Vergleich zu 2011 einen Sitz und kommt nun auf elf Sitze, von denen fünf an CDU-Politiker gehen, die zum ersten Mal in den Rat einziehen. Ihr Ergebnis liegt in Göttingen deutlich hinter dem landesweit guten Abschneiden der Union (34,4 Prozent).

Während die FDP mit 5,41 Prozent in Göttingen nur leicht über dem FDP-Ergebnis in Niedersachsen liegt (4,8 Prozent), erreichen die Göttinger Linken knapp das Doppelte der Linken im Land (3,3 Prozent). Nach nur 3,29 Prozent in 2011 kann die FDP nun wieder in Fraktionsstärke in den Rat der Stadt einziehen. Auch die Göttinger Linke (2011: 6,23 Prozent. 2016: 6,33 Prozent) kommt auf drei Sitze.

Die Piraten schaffen nach 2011 den Wiedereinzug in den Rat - mit leichten Einbußen (2011: 3,74 Prozent. 2016: 3,31). Sie bleiben bei ihren zwei Sitzen.

Von den ehemals drei Sitzen der Antifa Linke, die aus der Ratsfraktion der Linken hervorgegangen ist, bleibt im neuen Rat nur einer. 2,37 Prozent stimmten für die Antifa Linke. Neu im Rat sind mit jeweils einem Sitz die Alfa und die Partei. Die beiden Studenten Mareike Röckendorf und Torben Siepmann werden die jüngsten Ratsmitglieder sein. Röckendorf ist Jahrgang 1993, Siepmann 1995. Die beiden ältesten Ratsmitglieder stellen SPD und Grüne.

SPD-Frau und Journalistin Helmi Behbehani (SPD) ist Jahrgang 1945. Der Grüne Holefeleisch wurde 1943 geboren. Ludwig Theuvsen (CDU) und Christian Henze (SPD) bekamen die meisten persönlichen Stimmen. Theuvsen 1945, Henze 1675. Siepmann und Dominic Steneberg (CDU) ziehen von allen Ratsmitgliedern mit den wenigsten persönlichen Stimmen in den Rat ein. Mit 57 beziehungsweise 86.

Am Sonntag gingen 47,98 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl. Vor vier Jahren lag die Wahlbeteiligung nur bei 42,6 Prozent.

Der neue Rat der Stadt Göttingen

Nach Auswertung der 140 Wahlbezirke in Göttingen stehen die 46 Mitglieder des Rates der Stadt Göttingen fest. 25 Mitglieder sind ziehen neu in den Rat ein. Der neue Rat tagt am 4. November zum ersten Mal. Zur Feststellung der Ergebnisse der Rat- und der Ortsratswahl vom Sonntag tritt der Gemeindewahlausschuss der Stadt Göttingen am Donnerstag, 15. September 2016, zusammen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 15.00 Uhr im Sitzungssaal 126 im 1. Obergeschoss des Neuen Rathauses, Hiroshimaplatz 1-4. 

Das ist der neue Rat 
der Stadt Göttingen

SPD (15 Sitze): Christian Henze, Tom Wedrins, Helmi Behbehani, Volker Grothey*, Frank-Peter Arndt, Sylvia Binkenstein, Frauke Bury*, Klaus-Peter Hermann, Anna Wucherpfennig*, Uwe Friebe, Insa Wiethaup*, Renate Bank, Ellen Fischer-Kallmann*, Karl Adam* und Katja Grothe*.

CDU (11 Sitze): Ludwig Theuvsen, Thomas Häntsch, Wibke Güntzler*, Olaf Feuerstein*, Hans Arnold, Hans-Georg Scherer, Marcel Pache, Katharine Schüle-Rennschuh*, Karin Schultz, Carina Hermann* und Dominic Steneberg*.

Grüne (9 Sitze): Thomas Harms, Susanne Stobbe*, Sabine Morgenroth, Ulrich Holefleisch, Dagmar Sarkowsky, Mehmet Sah Tugcu, Regina Meyer*, Harald Wiedemann* und Rolf Becker.

FDP (3 Sitze): Felicitas Oldenburg, Mareike Röckendorf* und Torben Siepmann*.

GöLinke (3 Sitze): Gerhard Nier*, Rolf Ralle* und Edgar Schu*.

Piraten (2 Sitze): Francisco Welter-Schultes* und Dana Rotter*.

Alfa (1 Sitz): Katrin Prager*.

Die Partei (1 Sitz): Helena Arndt*.

Antifa Linke (1 Sitz): Torsten Wucherpfennig.

(Mit * gekennzeichnete 
Mitglieder sind neu 
im Rat der Stadt)

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