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Mieser Trick kostet Münzsammlung

Dreiste Gauner Mieser Trick kostet Münzsammlung

Mit einem perfiden Trick haben unbekannte Gauner einen 81 Jahre alten Göttinger hereingelegt, haben ihn aus dem Haus gelockt und sind mit massiver Gewalt bei ihm eingebochen, bestätigt die Polizei. Eine Münzsammlung im Sammlerwert von geschätzt 120 000 Euro fehlt seitdem.

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Quelle: dpa (Symbofoto)

Göttingen/Dransfeld. Alles begann mit dem durchschaubaren Telefon-Trick vieler Gauner: "Sie haben gewonnen!" oder "Sie haben geerbt!" Eine Anruferin, so erinnert sich Fritz F. (Name geändert), habe behauptet, Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei aus Dransfeld zu sein. Sie verkündete dem angeblichen Erben, nun Eigentümer zweier Immobilien in München, einer Münzsammlung und eines größeren Bargeldbetrages geworden zu sein. Fritz F. fiel darauf nicht herein. Er habe keine Verwandtschaft in München: "Das Erbe können Sie den Flüchtlingen schenken."

Drei Tage später kam ein Brief des Anwalts. Darin ein Entschuldigungsschreiben. Man habe sich geirrt - eine Namensverwechslung. Für die Aufregung zur Entschuldigung der Gutschein für ein Essen für zwei Personen in einem griechischen Restaurant, einzulösen am 18. Oktober zwischen 17 und 18 Uhr. Fritz F. ließ es sich zur angegebenen Zeit schmecken. Heute macht er sich Vorwürfe: "Ich Kamel gehe da noch hin…"

Als er nach Hause kam, waren alle Türen aufgebrochen. Weil er erst jüngst neue Schlösser und Sicherungsvorkehrungen hatte einbauen lassen, war brutale Gewalt nötig. Das Haus am Hagenberg war durchsucht, die Sammlung an Gold- und Silbermünzen gestohlen worden. Auch Bargeld fehlte. Die Polizei geht von 80 000 Euro Schaden aus. Der Münzsammler selbst spricht von 120 000 Euro Sammlerwert.

Ein "ganz gemeiner, mieser Fall", bestätigt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz den Trickeinbruch. Die Dransfelder Kanzlei, die es wirklich gibt, hat damit gar nichts zu tun. Hinweise auf Personen, die um die Münzsammlung wussten, führten bisher ins Leere. Das Landeskriminalamt untersucht Brief und Gutschein nach Spuren. Immerhin gibt es die Beschreibung jener jungen Frau, die den 40-Euro-Gutschein in dem Restaurant gekauft hat: 25 bis 30 Jahre alt, 1,70 Meter groß, leicht rundliches Gesicht, dunkelblondes, vermutlich zum Zopf gebundenes Haar, modisch gekleidet, vermutlich Deutsche. Nach ihr wird gesucht.

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