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Mieter im Hagenweg Göttingen fordern Schadensersatz für Kakerlaken-Kontaminierung

„Die Leute hier drehen durch“ Mieter im Hagenweg Göttingen fordern Schadensersatz für Kakerlaken-Kontaminierung

Nach dem Tageblatt-Bericht über einen massiven Kakerlaken-Befall im Apartmenthaus Hagenweg 20 ist am Dienstagmorgen die Schädlingsbekämpfungsfirma Rentokil angerückt. Die Gruppe von Mietern, die sich mit dem Problem an die Öffentlichkeit gewendet haben, wollen dennoch weiter protestieren.

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Manche Mieter sichern ihre Türen mit Klebeband gegen das Ungeziefer.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Wortführer Lars Stanze begründet, warum. Die Äußerung der Stadt, Kakerlaken-Befall sei zwar eklig, aber nicht grundsätzlich gesundheitsgefährdend, verharmlosten das Problem. Wer schon einmal nachts im Schlaf hochgeschreckt sei, weil ihm eine Kakerlake über das Gesicht gekrabbelt sei, könne nur noch schlecht schlafen und sei psychisch angegriffen „bis zur puren Panik“.

Auch sei die Angabe der Stadt unrichtig, der Herd der Kakerlaken-Plage sei ein Zimmer in dem weitläufigen Gebäude, unrichtig. Die Schädlinge hätten sich im gesamten Haus, in Leitungen, Schächten, Zwischenwänden, also überall breitgemacht. Stanze: „Die Viecher wegzukriegen, kann Jahre dauern. Die Leute hier drehen durch.“ Einige Mieter fordern mittlerweile Schadensersatz, weil auch ihre Einrichtungsgegenstände verseucht seien und sie es niemandem zumuten können, sie in eine neue Wohnung mitzunehmen.

Überdies habe es im Hagenweg 20 auch schon früher Kakerlaken gegeben – „seit Jahrzehnten, sagt auch Mieterin Carmen Winterstein, die seit 25 Jahren in dem Apartmenthaus lebt. Allerdings sei vor gut zwei Monaten der Befall drastisch gestiegen, erklärt Mieter Stanze. Im Wohnkomplex Groner Landstraße 9, von der gleichen Wohnungsverwaltung wie der Hagenweg 20 betreut, gebe es ebenfalls große Probleme mit Kakerlaken.
Unterdessen erregt das Kakerlakenhaus im Hagenweg überregionales Aufsehen: Am Dienstag meldeten sich Radio- und Fernsehsender bei den Beschwerdeführern, um über die Zustände im Hagenweg zu berichten.

hein

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