Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Mietvertrag unterzeichnet

Göttinger Gesundheitscampus Mietvertrag unterzeichnet

Jetzt ist es amtlich: Der Gesundheitscampus wird auf dem Gelände des Sartorius-Quartiers in Göttingen angesiedelt. Das bestätigte Sartorius-Sprecherin Petra Kirchhoff am Dienstag auf Anfrage. Mehr noch: Das neue Bildungszentrum soll bereits in Kürze seinen Betrieb aufnehmen.

Voriger Artikel
Haustüren Rechtsextremer eingeschlagen
Nächster Artikel
Sanierung an Jüdenstraße und Rote Straße

Luftansicht des Gesundheitscampus (Arreal Bildmitte).

Quelle: Meder

Göttingen. „Einen entsprechenden Mietvertrag haben wir mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) unterzeichnet“, sagte Kirchhoff. Demnach werden vorerst etwa 600 Quadratmeter in einem der Bestandsgebäude für den Campus hergerichtet. „Damit kann der Gesundheitscampus zum kommenden Wintersemester starten und hat auch Raum für erste Entwicklungsschritte“, erklärte Kirchhoff.

Der Gesundheitscampus ist ein Projekt von Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der HAWK. Er soll über das Südniedersachsenprogramm des Landes gefördert werden. Geplant waren zuletzt ein Ausbildungszentrum für medizinische Berufe und Studiengänge beispielsweise im Bereich Pflege, Physiotherapie und Logopädie. Zunächst sollen Kirchhoff zufolge die dualen Studiengänge Therapiewissenschaften und Pflege angeboten werden.

Neuland für beide Seiten

Der Gesundheitscampus sei „eine ganz neue Einrichtung, die gemeinsam von HAWK und UMG eingerichtet wurde. Beide betreten sowohl mit der Kooperation als auch mit diesem Angebot Neuland“, sagte Kirchhoff. Formal handele es sich bei den neuen Studienangeboten um Fachhochschulstudiengänge, die über das FH-Entwicklungsprogramm durch das Wissenschaftsministerium finanziert würden. „Daher ist unser Vertragspartner bei der Anmietung auch die HAWK“, erklärte die Sartorius-Sprecherin.

Die neue Bildungseinrichtung soll im Wintersemester 2016/2017 mit einigen Dutzend Studierenden starten und mittelfristig auf mehrere Hundert Studierende anwachsen. Es sei daher das Bestreben aller Beteiligten, „den Campus auch langfristig im Quartier zu etablieren. Das würde dann perspektivisch mit der Unterbringung in einem Neubau einhergehen“, so Kirchhoff.

Zufrieden mit Standortwahl

Dazu würden Räume benötigt, die dieses Wachstum flexibel ermöglichen und ein dynamisches Umfeld bieten. „Die Hochschulen, und auch die Stadt Göttingen, halten das Sartorius-Quartier aufgrund seiner räumlichen Nähe zur UMG und anderen Hochschuleinrichtungen daher für einen guten Standort“, betonte Kirchhoff. In seiner „Endausbaustufe“ würde der Gesundheitscampus dann etwa zehn bis 15 Prozent der Gesamtfläche in Anspruch nehmen.

Sartorius jedenfalls würde die langfristige Ansiedlung des Gesundheitscampus‘ begrüßen – „als einen sehr guten Baustein im Quartier-Konzept, das unter die Leitidee ‚Bilden, Gründen, Wohnen‘ gestellt wurde“, erklärte Kirchhoff. Insgesamt sollen voraussichtlich rund 150 Millionen Euro in das Quartier und damit in die Nordstadt investiert werden.

Umzug

Die Sartorius AG zieht vom Gelände zwischen Weender Landstraße und Annastraße in das Werk im Industriegebiet Grone um. Frei wird ein etwa 20 000 Quadratmeter großes Areal: das sogenannte Sartorius-Quartier. Dort sollen neben Wohnungen auch Gastronomie, kleine Firmen und Bildungseinrichtungen entstehen. Eine davon ist der neue Gesundheitscampus.  afu

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016