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Millionen für St. Johannis

1,75 Millionen Euro für Sanierung Millionen für St. Johannis

Der Bund fördert die Sanierung des Innenraumes der Kirche St. Johannis in den nächsten drei Jahren mit 1,75 Millionen Euro. Das hat der Haushaltsausschuss in seiner abschließenden Beratung für den Haushalt 2017 beschlossen.

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Quelle: Hinzmann (Archiv)

Göttingen. Die Anregung kam von dem Göttinger Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD). Die Mittel werden im Haushalt der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien bereitgestellt, teilte Oppermann weiter mit.

Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Sanierung der Kirche beträgt 3,5 Millionen Euro. Die restlichen Mittel sollen durch die Landeskirche Hannover, durch Rücklagen der Gemeinde und durch Spenden und Stiftungen aufgebracht werden.

Oppermann, der auch Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion ist, freut sich sehr über diesen Erfolg im Rahmen seines langen Einsatzes für die Markt- und Ratskirche. „Der Bundeszuschuss von 1,75 Millionen Euro“, erklärt Oppermann erfreut, „ist eine Initialzündung für den Kirchenumbau. Die Kirchengemeinde kann jetzt ihr ambitioniertes Konzept auf den Weg bringen.“ Göttingens Superintendent Friedrich Selter bezeichnete den Bundeszuschuss als „außerordentlich großen und wichtigen Schritt zur Sanierung der Kirche“.

Die mit 850 Plätzen größte Innenstadtkirche Göttingens will sich konzeptionell als Veranstaltungsraum öffnen und aktiv Dialog und Austausch mit Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Weltanschauungen ermöglichen. Die technische Ausstattung soll sich dabei an Bedürfnissen eines modernen Veranstaltungs-, Konzert- und Gottesdienstraums orientieren. Vorgesehen sind unter anderem Theateraufführungen, Jahresempfänge oder Buffets.

Bereits um die Jahrtausendwende hatte sich gezeigt, dass die gotische Hallenkirche erheblichen Sanierungsbedarf aufwies. Die Standsicherheit der Konstruktion war bedroht. Damals gab es sogar Diskussionen über den Abriss der Doppeltürme. Stattdessen wurde eine umfassende Sanierung von Mauerwerk und Türmen unter anderem durch Mittel des Landes Niedersachsen ermöglicht.

Heller und freundlicher

Die St. Johanniskirche hinter dem Alten Rathaus wurde im 14. Jahrhundert an einer Stelle errichtet, an der zuvor eine romanische Basilika gestanden hatte. Das Nordportal der Basilika mit ihren runden Bögen wurde in den dreischiffigen gotischen Neubau einbezogen. Die Balken des Dachstuhls datieren von 1348, die Türme wurden erst in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts feriggestellt. Im Jahr 1529 wurde St. Johannis zu einer evangelisch-lutherischen Kirche. Ende des 18. Jahrhunderts folgte eine Umgestaltung im frühklassizistischen Stil. Diese Umbauten wurden Ende des 19. Jahrhunderts entfernt, der gotische Stil wiederhergestellt. Bei einem Luftangriff am 24. November 1944 wurde das gesammte Dach abgedeckt.

Bei einem Feuer im Nordturm am 23. Januar 2005 wurde die Turmspitze zerstört, die dortige Studentenbude, die ehemalige Türmerwohnung, schwer beschädigt. Eine weitere Umgestaltung der Kirche begann 2014. Ziel ist unter anderem, den Kirchenraum heller und freundlicher erscheinen zu lassen.  

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