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Ministerin Frauke Heiligenstadt wirbt für duale Ausbildung

Reginales Übergangsmanagement Göttingen auf Erfolgskurs Ministerin Frauke Heiligenstadt wirbt für duale Ausbildung

Sie ist der Klassiker im Ausbildungsbereich, wird aber oft unterschätzt: die duale Ausbildung in Betrieb und Schule. Mit einem breit aufgestellten Bündnis will das Land hier eingreifen – und stößt in Göttingen auf viel Zuspruch.

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Frauke Heiligenstadt

Quelle: dpa

Göttingen. Vor Akteuren der Initiative „Regionales Übergangsmanagement Göttingen“ warb am Montag Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) für ihre Kampagne.

Die Ausbildung in einem Fachbetrieb und der Schule als parallele Lernorte sei nach wie vor richtig, wichtig und Zukunftsträchtig, um jungen Menschen und Bertieben eine Zukunft zu geben, sagte Heiligenstadt. Ihre Stärke werde aber von vielen nicht mehr wahrgenommen. Folge: Die Zahl der Ausbildungsverträge ginge kontinuierlich zurück, während die Ausbildungsangebote sogar steigen. „Das müssen wir irgendwie überein kriegen“, forderte Heiligenstadt. 2014 haben das Kultus- und Wirtschaftsministerium ein „Bündnis duale Berufsausbildung“ angestoßen, das diesen Bereich stärken soll – zum Wohle vieler junger Menschen und Betriebe. In mehreren Projekten werde unter anderem versucht, Schülern bei ihrer Berufswahl besser zu beraten, Angebot und Nachfrage besser zusammenzuführen und zugleich die gewachsenen Einstiegssysteme mit Lückenfüller-Fortbildungen zu reduzieren. Erklärtes Ziel dabei: Jeder Jugendliche soll nach seiner Schulzeit eine Ausbildung bekommen.

Ein Ziel, das die Mitglieder des Regionalen Bündnisses Göttingen schon seit 2012 verfolgen – und das erfolgreich, betonte Göttingens Schuldezernent Marcel Riethig (SPD). In dem Bündnis sind neben den Kommunen wie Stadt und Kreis Göttingen die Arbeitsagentur, die Landesschulbehörde und der Arbeitgeberverband Mitte vereint. In verschiedenen Programmen und Projekten beraten und begleiten sie mit einer Vielzahl von Mentoren Jugendliche frühzeitig auf ihrem Weg, den richtigen Beruf und einen Ausbildungsplatz zu finden. Am Montag zogen sie während einer Vollversammlung mit etwa 60 Akteuren aus der ganzen Region – darunter viele Schulvertreter – ihre jährliche Zwischenbilanz.
Neu mit ins Boot geholt haben sie jetzt den Landkreis Northeim: „Berufsbildende Schulen und Kammern machen nicht an der Kreisgrenze halt“, so Riethig als Versammlungsleiter. Der Beschluss fiel einstimmig.

Abschließend diskutieren die Teilnehmer mit Tobias Broder von der Agentur für Arbeit über Möglichkeiten, jungen Flüchtlingen eine Perspektive durch die duale Ausbildung zu geben. Dabei waren sich alle einig: Entscheidend ist zunächst der Erwerb der deutschen Sprache.

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