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Ministerpräsident Weil als Waldarbeiter in Herzberg unterwegs

Einsatz am Holzspalter Ministerpräsident Weil als Waldarbeiter in Herzberg unterwegs

In seiner Reihe „Arbeit und Dialog“ hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) einen Arbeitseinsatz im Wald unternommen. Auf Einladung des Waldbesitzerverbands legte der Politiker am Donnerstag in einem Waldstück in Herzberg mit Hand an.

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Sicherheitsschuhe und Arbeiterkluft statt Schreibtisch und Schlips: Ministerpräsident Weil nach Arbeitseinsatz im Wald bei Herzberg.

Quelle: Thiele

Herzberg. Krachend teilte die Maschine das Stammstück in vier Spalten. Mit Forstwirt Carsten Barke nahm Weil die Stücke ab und stapelte sie am Wegrand. Mit Schutzhelm und der Montur eines Waldarbeiters ist er erst auf den zweiten Blick als Ministerpräsident des Landes zu erkennen. Trotz des Krachs ließ er sich über Baumbestand und Aspekte der Waldarbeit informieren. Niedersachsen sei ein ausgesprochenes Waldland, stellte Weil als Stärke heraus. Er schätze es, in die Berufsklamotten anderer Menschen hineinzuschlüpfen und zu erfahren, wie sie sich fühlten. „Ich habe schon jede Menge dazugelernt“, kommentierte Weil, der üblicherweise am Schreibtisch sitzt, die „harte, körperliche Arbeit“. Enorm weiterentwickelt habe sich die Technik. So werde von einem Waldarbeiter nicht nur Kraft, sondern auch Wissen gefordert, zollte er Forstwirt Andreas Wolf Respekt, der den Holzspalter bediente. Weil lernte auch, wie man einen Baum fällt, ihn mit dem Harvester entastet und mit dem Forwarder abtransportiert.

 
Regelmäßig unternimmt der Ministerpräsident solche Arbeitseinsätze in – im Recyclinghof, im Krankenhaus, auf dem Rübenroder. Ein Gefühl für den Wald habe er dem Ministerpräsidenten vermitteln wollen, sagte Verbandspräsident Norbert Leben. Nur wer den Wald kenne, könne ihm eine angemessene Wertschätzung entgegenbringen. Michael Degenhardt, Leiter des Forstamts Südniedersachsen, betreut 2800 Waldbesitzer mit rund 40 000 Hektar Wald und muss aufpassen, dass unterschiedliche Interessen nicht kollidieren. Neben dem wirtschaftlichen Nutzen habe der Wald auch hohen Freizeitwert, betonte Degenhardt. Rund 30 Gruppen nutzten den Wald für ihre Hobbies, darunter Geocacher, Mountainbiker und Reiter. Nach Waldtag und Treckertour stellte sich Weil am Abend einem offenen Bürgerforum im Welfenschloss.

Von Ute Lawrenz

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